Mikrochip soll Erinnerungsvermögen zurückbringen

Gehirn, MRT, Computer Tomografie Bildquelle: Liz Henry / Flickr
Eine Gruppe von amerikanischen Wissenschaftlern hat einen Mikrochip entwickelt, der helfen soll, das Erinnerungsvermögen von Menschen zu verbessern, bei denen die sonst dafür zuständigen Regionen des Gehirns zuvor Schaden genommen haben.
Die Forscher von der University of Southern California, der Wake Forest University und einiger anderer Universitäten haben dazu seit einem Jahrzehnt den Hippokampus erforscht, der im menschlichen Gehirn die langfristige Speicherung von Erinnerungen zuständig ist.

Sie wollen dadurch herausgefunden haben, wie Erinnerungen entstehen. Dies ermöglicht ihnen nun die Entwicklung eines Implantats, das Personen helfen soll, bei denen bestimmte Bereiche des Gehirns beschädigt sind, sei es durch Verletzungen oder Schlaganfälle. Auch im Fall einer Alzheimer-Erkrankung soll der neue Chip möglicherweise Abhilfe schaffen können.

Laut Berichten von CNN und der Zeitschrift Technology Review haben die Forscher bereits Tests an den Gehirnen von Ratten und Affen durchgeführt, die belegten, dass die natürlichen elektrischen Signale der Neuronen im Gehirn auch von einem Siliziumchip nachgeahmt werden können. Auf dieser Grundlage soll innerhalb von fünf bis zehn Jahren ein entsprechender Chip für Patienten zur Verfügung stehen.

Es gehe bei der Forschungsarbeit nicht darum, einzelne Erinnerungen wieder zugänglich zu machen, sondern mit Hilfe der Technologie die Fähigkeit zur Speicherung von Erinnerungen wieder herzustellen, so die Wissenschaftler. Innerhalb der nächsten zwei Jahren will man bereits mit der Erprobung des Konzepts anhand von menschlichen Freiwilligen beginnen.

Bis der Traum von der vollständigen Wiederherstellung des Erinnerungsvermögens in Erfüllung geht, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Einer der Forscher erklärte, dass die Entwicklung zwar ihm wohl nicht mehr helfen könne, seine Kinder aber sicherlich davon profitieren würden. Das große Ziel der Wissenschaftler ist es, Menschen mit einer Alzheimer-Erkrankung zu helfen, doch dafür ist noch mehr Forschungsarbeit nötig, weil in diesem Fall verschiedene Teile des Gehirns betroffen sind. Gehirn, MRT, Computer Tomografie Gehirn, MRT, Computer Tomografie Liz Henry / Flickr
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