Copyright-Trolle: US-Richter dreht den Spieß nun um

Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Bildquelle: Dumfries Museum
Der US-Bezirksrichter Otis Wright hat offenbar genug davon, dass Anwälte das Rechtssystem ausnutzen, um mit Urheberrechtsverletzungen von Internet-Nutzern Geld zu verdienen. Gegen drei Juristen leitete er nun Ermittlungen ein.
Ihre Kanzlei Prenda Law wandte nach Ansicht des Richters besonders perfide Methoden an, um User mit den Mitteln des Rechtssystems auszupressen. Diese wurden jeweils beschuldigt, illegal Pornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Wie in solchen Fällen üblich, wurde ihnen eine außergerichtliche Einigung gegen Zahlung einer bestimmten Summe angeboten.

Laut Wright waren die Beträge jeweils so kalkuliert, dass sie knapp unter dem lagen, was es kosten würde, die Abmahnungen durch einen Anwalt abzuwehren. Weiterhin wurde den Betroffenen klargemacht, dass sie öffentlich mit Porno-Downloads in Verbindung gebracht werden, wenn die Fälle vor Gericht gehen, berichtete das US-Magazin Ars Technica.

"Sie haben den Nexus zwischen antiquierten Copyright-Gesetzen, einem lähmenden sozialen Stigma und unbezahlbaren Kosten für die Verteidigung entdeckt", erläuterte der Richter die Methode der beiden Anwälte. "Für die Betroffenen war jeder Widerstand zwecklos." Die Beschuldigten hätten den eigentlichen Sinn des Rechtssystems komplett ausmanövriert.

Laut Wright sei es durchaus gerechtfertigt, wenn Rechteinhaber sich gegen die illegale Verbreitung ihrer Werke zur Wehr setzen. Das sei in diesem Fall aber nicht geschehen. Statt dessen hätten die Anwälte versucht, die Gerichte zu ihren Kampfstationen umzufunktionieren und Dutzende von Betroffenen um ihr Geld zu bringen.

Im Zuge erster Ermittlungen stellt sich die Situation so dar, dass die Beschuldigten selbst eine Reihe von Firmen gegründet haben, deren einzige Aufgabe es ist, Rechte an einzelnen Pornofilmen zu halten, um deren illegale Verbreitung dann juristisch ausnutzen zu können. Auf diese Weise sollen sie bereits einen Millionenbetrag eingenommen haben. Jetzt müssen sie sich selbst wegen Betrugs verantworten. Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Gericht, Gesetz, Urteil, Hammer Dumfries Museum
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