Atari-Gründer Bushnell: Mobile Games sind "vorbei"

Nolan Bushnell, der legendäre Gründer der Spieleschmiede Atari, hält den Markt für mobile Games für übersättigt. In einem Interview meinte er, dass mit derartigen Spielen kein Geld zu holen ist, nach fünf Jahren sei der Boom vorbei.

Wir sprechen an dieser Stelle immer wieder von Gaming-Legenden, bei keinem anderen gilt diese Formulierung aber so wie bei Nolan Bushnell: Er gründete bereits im Jahr 1972 mit Atari ein Unternehmen, das wie kein zweites zu einem Synonym für Videospiele wurde, zumindest in den Anfangstagen der Branche.

In einem Interview mit dem Blog 'AllThingsD' sprach der 70-Jährige nun über einige aktuelle Themen, die die digitale Branche beschäftigen. Anlass ist die Veröffentlichung seines neuen Buches "Finding the Next Steve Jobs", also in etwa "Wie man den nächsten Steve Jobs findet". Bushnell weiß wovon er spricht, er beschäftigte Jobs, den späteren Mitgründer von Apple, eine kurze Zeit, bevor dieser sich mit Steve Wozniak aufmachte, sein eigenes Unternehmen zu gründen.

Bushnell meint, dass es heute viele Talente des Formats eines Steve Jobs gebe, allerdings bekommen sie nicht die Aufmerksamkeit, die ihnen zustehe. Bushnell plädiert dafür, dass jedes Unternehmen Dinge ausprobieren müsse und das obwohl diese aller Wahrscheinlichkeit nach scheitern werden. Fortschritt sei eben mit Risiko verbunden, so Bushnell.

Er hebt besonders Google hervor, das Unternehmen aus Mountain View traue sich vieles und mache auch einige "großartige" Dinge. Insbesondere die Cyberbrille Google Glass findet er höchst interessant und hat dafür auch schon einige Gaming-Ideen, die er allerdings nicht näher erläutert.


"Das Geschäft erfindet sich alle fünf Jahre neu", meint er. Die letzten waren ganz von mobilen Games bestimmt, das sei nun aber "vorbei". Man könne kein Geld mehr holen, weil man sich den Markt mit rund 300.000 anderen Apps teilen muss und in der Masse untergeht. Bushnell: "Ich will lieber eine von 100 Apps für Google Glass sein als eine von 300.000 für iOS und Android."
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Mobile Games verändern sich, klar. Aber vorbei sind diese längst noch nicht. Wenn diese besser werden (und das werden die dank größerer Displays, höherer Auflösung und mehr CPU/Grafikpower) und hoffentlich natürlich auch besserer Story, werden die Leute bereit sein auch mehr/überhaupt dafür was auszugeben. Auch hier gilt: Qualität setzt sich durch und Ramsch wird vom Markt verschwinden.
 
@zivilist: diesen Trend würde ich ja begrüssen. Leider tendiert die Branche aber dazu, auch in Zukunft weiter auf diesen Crap-Spiele mit Freemium-Model zu setzten. Genügend Geld scheint es ja abzuwerfen... Zumindest auf iOS kommt derzeit von den Grossen kein Titel heraus ohne entsprechende In-App-Purchases.
 
Ich sehe es genau anders :) der Boom der Handy-Games geht jetzt dank starker Handys erst richtig los :)
 
@skrApy: jop denke ich auch. Normale Handys werden immer weniger und Smartphones immer mehr.
 
Naja, 99% der Mobile Games kann man direkt in die Tonne werfen. Ich könnte mit Müh und Not vielleicht gerade mal ein Dutzend GUTE Android Games aufzählen.


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