Musik-Umsatz im Internet boomt weiterhin kräftig

Musik, Noten, Nudeln Bildquelle: amonja / Flickr
Die Musikindustrie verzeichnet weiter einen schnell wachsenden Umsatz im digitalen Vertrieb, der inzwischen einen signifikanten Anteil an den gesamten Einnahmen aufweist. Das Wachstum half zuletzt allerdings nicht, die rückläufigen Zahlen bei physischen Tonträgern auszugleichen. Das sah durchaus schon einmal anders aus, allerdings schlug die sinkende Kaufkraft insbesondere im Weihnachtsgeschäft spürbar auf das Musikgeschäft durch. Das geht aus dem heute veröffentlichten Jahresbericht des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) hervor.

Immerhin um 19,3 Prozent legten die Einnahmen aus dem Internet-Vertrieb zu. Mittlerweile geht so bereits ein Fünftel der durch Musikverkäufe generierten Umsätze auf das Konto von Downloads oder dem Streaming, heißt es in dem Bericht. Der Gesamtmarkt verzeichnete nach der 2011 begonnenen Stabilisierung allerdings einen leichten Dämpfer: Insgesamt gingen die Umsätze aus Musikverkäufen um 3,2 Prozent zurück auf 1,44 Milliarden Euro. Grund hierfür war neben einem erneuten Rückgang im physischen Geschäft, wo der Absatz um 7,7 Prozent nach unten ging, ein in allen Bereichen überraschend schwaches viertes Quartal.

"Auch wenn es in diesem Jahr für eine schwarze Null nicht gereicht hat und die Zuwächse in den neuen digitalen Geschäftsfeldern die Verluste im physischen Tonträgermarkt nicht ganz auffangen konnten, teilen wir den neuen Optimismus, der seit einigen Wochen vor allem von unseren internationalen Kollegen verbreitet wird", sagte Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des BVMI. Das digitale Angebot sei erwachsen geworden, auch in Deutschland.

Der physische Markt stellt mit einem Umsatzanteil von knapp 80 Prozent aber nach wie vor den Grundpfeiler der deutschen Musikindustrie dar. Allein mit CDs wurde 2012 rund eine Milliarde Euro erwirtschaftet. Trotz eines Rückgangs um 7,2 Prozent nimmt die Silberscheibe mit einem Anteil von 71 Prozent an den Gesamtumsätzen unangefochten den ersten Platz unter den Trägermedien für Musik ein. Die starke haptische Verankerung der deutschen Musikfans verdeutlicht auch das anhaltende Revival des Vinyls, das auch 2012 wieder zulegen konnte.

Die Einnahmen aus dem digitalen Geschäft von 294 Millionen Euro erreichten mit einem Anteil von 20,5 Prozent im letzten Jahr einen bisherigen Spitzenwert. Dabei kommt den Downloads eine zentrale Rolle zu: Rund 8,4 Millionen Menschen haben in 2012 Downloads gekauft, der Downloadumsatz kletterte um 24,4 Prozent auf etwa eine viertel Milliarde Euro. Mehr als die Hälfte dieser Umsätze (55 Prozent) gehen auf das Konto von Musikalben, die auch im digitalen Zeitalter das zentrale Produkt im Musikgeschäft bleiben. Insgesamt 112 Millionen Alben wurden 2012 verkauft, davon jedes sechste (17,5 Millionen) digital.

Bei den Zahlen handelt es sich ausschließlich um den reinen Verkauf von Musik. Weitere Einnahmen der Musikindustrie, wie etwa aus dem Verkauf von Konzert-Tickets, Merchandising oder anderen Bereichen, sind hier nicht enthalten. Musik, Noten, Nudeln Musik, Noten, Nudeln amonja / Flickr
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren25
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 08:59Samsung Memory 32GB PRO MicroSDHC UHS-I Grade 1 Class 10 Speicherkarte Memory Card (bis zu 90MB/s Transfergeschwindigkeit) mit SD AdapterSamsung Memory 32GB PRO MicroSDHC UHS-I Grade 1 Class 10 Speicherkarte Memory Card (bis zu 90MB/s Transfergeschwindigkeit) mit SD Adapter
Original Amazon-Preis
28,70
Blitzangebot-Preis
23
Ersparnis 20% oder 5,70
Jetzt Kaufen
Im WinFuture Preisvergleich

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden