Diese Nutzer-Daten gab Microsoft an Behörden ab

Microsoft, Management, Brad Smith Bildquelle: Microsoft
Der Software-Konzern Microsoft hat erstmals einen Bericht darüber veröffentlicht, wie viele Anfragen von Sicherheitsbehörden er erhielt und in welchen Fällen daraufhin Daten übermittelt wurden. Laut Brad Smith, der im Microsoft-Management für rechtliche Angelegenheiten zuständig ist, habe man in den letzten Monaten ein verstärktes Interesse der Nutzer an solchen Informationen gespürt. "Google, Twitter und andere haben mit der Veröffentlichung ihrer Daten wichtige und hilfreiche Beiträge zu dieser Diskussion geliefert", erklärte er. Dem wolle sich Microsoft nun anschließen und halbjährlich ebenfalls über entsprechende Anfragen berichten.

Im vergangenen Jahr habe man insgesamt 75.378 Aufforderungen zur Übermittlung von Daten durch Polizeibehörden und andere Organe weltweit erhalten, hieß es. Davon waren 137.424 einzelne Accounts betroffen. "Nur 2,1 Prozent der Fälle, beziehungsweise 1.558 Anfragen, resultierten in der Übermittlung von Inhalten der Nutzer", führte Smith aus. Dabei kann es sich beispielsweise um den Inhalt einer E-Mail oder Bilder auf einem Online-Speicherplatz handeln. In 99 Prozent der Fälle handelte es sich dabei um Angelegenheiten in den USA, in denen es entsprechende richterliche Verfügungen gab. 14 weitere Anfragen wurden im Ausland behandelt, konkret in Brasilien, Irland, Kanada und Neuseeland.

In 56.388 Fällen wurden Nutzerdaten an Behörden weitergegeben - soweit sie Microsoft bekannt waren. Das können beispielsweise Namen, Anschriften, E-Mail-Adressen und IP-Adressen sein. Über 66 Prozent der Anfragen kamen hierbei aus den fünf Ländern USA, Großbritannien, Türkei, Deutschland und Frankreich. Hier ist Skype allerdings nicht mit berücksichtigt. Laut Smith gab Microsoft dabei nur in 18 Prozent der Fälle auch Informationen heraus - der Rest wurde zurückgewiesen oder das Unternehmen verfügte gar nicht über die jeweiligen Informationen.

Beim neu hinzugekommenen VoIP-Anbieter Skype wurden seit Oktober 4.713 Anfragen verzeichnet, die 15.409 Accounts betrafen. Hier wurden den Angaben zufolge keine Inhalte aus Gesprächen oder Chats herausgegeben - was wohl auch heißt, dass keine Polizeibehörde auf die Schnittstelle zum Abhören von Telefonaten zurückgegriffen hat. Microsoft gab hier allerdings zu den Skype-IDs gehörende Informationen wie Namen, E-Mail-Adressen, Zahlungsinformationen und Verbindungsdaten heraus.

Wie Smith weiter ausführte, gebe es weltweit ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass Behörden aus verschiedenen Gründen Zugang zu Informationen über Internet-Nutzer haben wollen. Gemäß der Erfahrungen des Konzerns seien aber letztlich nur sehr wenige Anwender tatsächlich betroffen. Von den hunderten Millionen registrierten Anwendern bei Microsoft-Diensten wie Hotmail, Outlook.com, SkyDrive, Xbox Live, Microsoft Account und Office 365 sowie ab Oktober letzten Jahres auch Skype waren letztlich nur 0,02 Prozent für die Behörden von Interesse. Microsoft, Management, Brad Smith Microsoft, Management, Brad Smith Microsoft
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