HP-Aufsichtsrat verhindert seinen Sturz nur knapp

Auf der Jahreshauptversammlung des Computer-Konzerns Hewlett-Packard (HP) haben die Aufsichtsräte wegen ihrer schlechten Arbeit von den Aktionären einen kräftigen Schuss vor den Bug bekommen.

Das oberste Aufsichtsgremium des Konzerns hat schwer damit zu kämpfen, seine Autorität zu bewahren. Die Wiederwahl von fünf Aufsichtsratsmitgliedern gelang teils nur sehr knapp. Den beiden langjährigsten Mitgliedern John Hammergren und Kennedy Thompson verweigerten immerhin 46 beziehungsweise 45 Prozent der Aktienbesitzer ihr Vertrauen, berichtete der 'Guardian'.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Raymond Lane kam bei der Wiederwahl letztlich nur auf eine Zustimmungsquote von 59 Prozent. Die Anleger reagierten damit auf eine Reihe von Problemen, die letztlich direkt ihr Vermögen ankratzen - wie etwas eine 8,8 Milliarden Dollar schwere Abschreibung auf den übernommenen britischen Software-Hersteller Autonomy. Der Aufsichtsrat hat immerhin das letzte Wort, wenn es um Akquisitionen und deren Preis geht.


Aber auch der ständige Wechsel der Konzernchefs stieß den Anlegern schwer auf. Nach ihrer Ansicht hat der Aufsichtsrat mit seinem Handeln in der letzten Zeit immerhin mit dafür gesorgt, dass die Entwicklung HPs über die kommenden Jahre hinweg sehr problematisch ist. Denn in den beiden wichtigen Geschäftsbereichen Computer und Drucker schlingert der Hersteller in schwierigem Fahrwasser, während HP in den schnell wachsenden Märkten für Smartphones und Tablets im Grunde nicht präsent ist.

Letztlich erhielten zwar alle elf Mitglieder des Gremiums die notwendigen Mehrheiten, ihre Posten sind aber alles andere als sicher. Immerhin stimmten die Anleger für einen Vorschlag, selbst Kandidaten aufstellen zu können, um im Zweifel bei der nächsten Wahl eine Alternative zu haben.

Unter dessen setzten viele Anleger große Hoffnungen, dass mit der neuen Konzernchefin Meg Whitman endlich Ruhe in die Führungsebene einkehrt und dass die ehemalige eBay-Chefin das Unternehmen mit klaren Entscheidungen auf einen stabilen Kurs bringt. Die Entscheidung des Aufsichtsrates sie an die Spitze des Konzerns zu stellen, wurde nahezu einstimmig von 98 Prozent der Anleger begrüßt.
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Ein Schuss vor den Bug? Dann haben die aber sehr schlecht geschossen!
 
@The Grinch: wen HP so weiter macht, dann wars das ziemlich schnell mit den. ein Aktueller besuch in einem "MediaMarkt" war wie ein Horrorfilm für mich. das Angebot ist ein Witz, besonders eine Stand-PC zu verkaufen der mit Laptoptechnik ausgestattet ist. Er Frist zwar nur 12V. aber wird als "Klassik-PC" verkauft (Täuschung am Kunden)
 
Wenn es nach der Geschäftsleitung geht, werden in naher Zukunft die meisten Mitarbeiter von HP Enterprise Services durch Bulgaren, Slowaken und Inder ausgetauscht. HP hat jede soziale Verantwortung für den Standort Deutschland aufegeben und zerstört ohne mit der Wimper zuzucken 1000 (und später Tausende) Existenzen. Am Ende wird die Rechnung nicht aufgehen und HP Deutschland ins Trudeln kommen. Wenn der Aufsichsrat veranwortlich handeln würde, würde er in der nächstens Sitzung die geschäftsschädigende Entscheidung Rüsselsheim zu schliessen zurücknehmen und die verantwortlichen Manager Smid, Eberhard und Reichart abberufen und durch kompetente Manager, die etwas vom Servicegeschäft verstehen ersetzen. Leider ist dies nicht zu erwarten. Das wird erst passieren, wenn die ersten Kunden gehen, weil HP den Service nicht mehr in gewohnter Qualität erledigen kann. Dann kann es aber zu spät sein. ________________________________ Unterzeichnen : http://zukunft-at-hp.de


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