Richard Garriott: 'Heutige Spieldesigner sind mies'

Mit Ultima hat der Brite Richard Garriott zweifellos Spielegeschichte geschrieben, Bescheidenheit zählte aber aber noch nie zu den ganz großen Stärken von "Lord British". In einem Interview teilte der 52-Jährige nun erneut ordentlich aus.

Garriott teilte in einem Interview mit dem Magazin 'PC Gamer' mit, was er von seinen Entwicklerkollegen in der Branche hält, nämlich nichts. Zunächst sprach er über seine Anfangstage als er zahlreiche Aufgaben (Grafik, Autor, Programmierer) noch selbst erledigen musste. Irgendwann seien dann aber Spezialisten in den jeweiligen Bereichen dazugekommen, die naturgemäß besser waren als er, so Garriott.

"Ich war ein ziemlich guter Programmierer, inzwischen sind aber alle besser als ich. Wäre ich dabei geblieben, dann hätte ich wahrscheinlich mithalten können", sagt Garriott, in diesem Fall noch verhältnismäßig bescheiden. Richard GarriottRichard Garriott Nicht so beim Thema Game-Design: "Mit einigen wenigen Ausnahmen wie beispielsweise Chris Roberts (Anm.: "Wing Commander" und das aktuelle "Star Citizen") habe ich praktisch niemanden in dieser Branche getroffen, der auch nur ansatzweise ein so guter Spiele-Designer ist wie ich."

Garriott relativiert das auf eine eher eigenwillige Art und Weise: "Ich sage das nicht, weil ich glaube, dass ich so brillant bin. Ich glaube, dass die meisten Spieldesigner heutzutage einfach nur schlecht sind", so der Ultima-Schöpfer (Original: "I think most game designers really just suck").


Neben Ausnahme Chris Roberts nannte er auch noch zwei weitere Branchenlegenden, nämlich Will Wright und Peter Molyneux. Garriott hält die Designer von heute für unfähig, weil sie diesen Job meist deshalb bekämen, weil sie zu schlecht als Programmierer oder Grafiker seien.

Der leichte Übermut des Briten könnte auch damit zusammenhängen, dass er vor kurzem die Kickstarter-Kampagne zu seinem neuen Spiel "Shroud of the Avatar" erfolgreich abschließen konnte und von Unterstützern mehr als eine Million Dollar "sammeln" konnte.
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irgendwo hat er ja recht, wenn man sieht welche clone metalität sich in den letzten 10 - 15 jahren dort breit gemacht hat und kaum jemand wirklich neues bringen kann oder will.
 
[re:1] witek am 20.03.13 15:53 Uhr
(+13
@hellboy666: Die Frage ist aber, ob das tatsächlich die "Schuld" der Designer ist oder jene der Anzugträger, die ihnen die Jobs/Aufträge geben...
 
@witek: eigentlich ist der Konsument schuld. würde der nicht jeden copyrotz oder sonstige DRM Spiele (SIMCITY) gleich kaufen weil er geil aufs spiel ist egal wie gestückelt es erscheinen mag, dann würden Spiele "Schmieden" so nannte man sie früher, auch mal wieder heiße eisen ins feuer legen als nur zusehen wies so vor sich dahinbrennt
 
@dergünny: kopierschutz der grund für einfallslose spiele?
 
@hellboy666: es geht nicht um den kopierschutz, sondern um den Konsumenten der sich sowas auch noch gefallen lässt.


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