UK: BlackBerry 10 nicht sicher genug für Regierung

Das Ende Januar dieses Jahres vorgestellte Betriebssystem BlackBerry 10 ist von der britischen Behörde, die für die Absicherung der offiziellen Kommunikationskanäle verantwortlich ist, als nicht sicher genug für "sensiblen Einsatz" eingestuft worden. Wie die britische Tageszeitung 'The Guardian' berichtet, wurde das neueste BlackBerry-Betriebssystem samt den neuen Geräten Z10 und Q10 von der Communications-Electronics Security Group (CESG) nicht freigegeben. Die Vorgänger-Version 7.1 hatte dagegen von der Regierungsbehörde eine offizielle Einstufung auf "Restricted", also "Eingeschränkt", erhalten, das sind zwei Stufen unter dem (höchsten) "Geheim"-Level.

BlackBerry Z10 – Produktvorstellung

Nach Guardian-Angaben hat die CESG Tests mit BlackBerrys "Balance"-Software durchgeführt, man hat die Teilung zwischen persönlichen und Geschäfts-Konten überprüft, Balance soll genau das unterstützen bzw. absichern. BlackBerry habe diesen Test aber nicht bestanden, heißt es, man konnte nicht verhindern, dass zwischen den beiden Konten Daten kopiert werden konnten.

Gegenüber 'The Verge' hat das der kanadische Hersteller auch bestätigt, man teilte allerdings mit, dass der Grund für das Durchfallen eine Änderung im Genehmigungsverfahren gewesen sei und nicht eine generelle Sicherheitsproblematik. Eine entsprechend angepasste Version der Software soll deshalb nachgereicht werden, einen Zeitpunkt nannte BlackBerry allerdings nicht.

BlackBerry rechnet offenbar damit, dass dies lediglich eine Formalität ist, da man im Statement schreibt, dass BlackBerry "die einzige mobile Lösung" sein werde, die für die "Restricted"-Sicherheitsstufe zugelassen sein werde.

Sollte das nicht der Fall sein, wäre das für BlackBerry nicht nur PR-technisch unangenehm, dem Unternehmen würde dann auch viel Geld entgehen, da die britische Regierung und die Gesundheitsbehörde National Health Service (NHS) mehrere zehntausend Kunden für Firmen-Geräte stellen.

Siehe auch: BlackBerry erfindet sich neu - Z10 & Q10 vorgestellt

Update: BlackBerry hat uns ein Statement zukommen lassen, in dem es heißt, dass der Bericht des Guardian nicht korrekt sei, das britische Blatt hat den Artikel mittlerweile von der Seite genommen. Laut CESG seien demnach die "Diskussionen mit Blackberry noch im Gange" und die "Analyse der Sicherheit der Plattform noch nicht durchgeführt" worden.
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