ITU: 20 Mbit/s bis 2020 für jeden Menschen weltweit

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Die Internationale Fernmeldeunion (ITU) hat auf ihrem aktuellen Kongress ehrgeizige Ziele für die weitere Vernetzung der Welt aufgestellt. Dabei geht es um Breitband-Versorgung und Geschlechtergerechtigkeit.
Beide Kernziele sind äußerst ambitioniert, insbesondere wenn man sich die Situation in vielen Entwicklungsländern anschaut. Trotzdem will man erreichen, dass bis zum Jahr 2020 jeder Mensch einen bezahlbaren Zugang zu einer schnellen Internet-Anbindung hat und die Geschlechter dabei gleich stark vertreten sind.

Hinsichtlich des Breitband-Ziels setzt die ITU auf eine Marke von 20 Megabit pro Sekunde. Dies scheint angesichts der hierzulande geführten Diskussion um Glasfaser-Versorgung nicht besonders viel, in vielen Entwicklungsländern, in denen nur schwache Infrastrukturen existieren, kann man von einer solchen Bandbreite heute aber nur träumen. Zumal die ITU-Pläne vorsehen, dass jeder Mensch auf der Welt Zugang zu einem solchen Anschluss haben soll und dies für maximal 20 Dollar im Monat.

Auf dem Kongress in Mexico City wurde aber auch die Geschlechterverteilung unter den Internet-Nutzern thematisiert. Denn gerade in ärmeren Ländern sind Frauen aufgrund der vorherrschenden patriarchalen Normalität, der kulturellen und religiösen Strukturen hinsichtlich des Zugangs zum Internet oftmals stark unterrepräsentiert.

"Der Zugang von Frauen zu Informations- und Telekommunikations-Technologien muss eine Schlüsselrolle in der Entwicklungs-Agenda der Zeit nach 2015 werden", erklärte Hamadoun I. Touré, Generalsekretär der Organisation, die als Untergliederung der Vereinten Nationen die weltweiten Telekommunikations-Standards definiert.

Der aufkommende Mobilfunk habe gezeigt, wie entscheidend Informations- und Telekommunikations-Technologien für die ökonomische Entwicklung sind. "Daten der ITU und von Schwesterorganisationen wie der UNESCO und UNDP zeigen aber ein deutliches 'Gender-Gap' hinsichtlich des Zugangs zu solchen Technologien. Wir müssen dieses Ungleichgewicht angehen, um sicherzustellen, dass alle Menschen befähigt werden, ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen", führte Touré aus.

Die ITU selbst geht das Problem bereits mit einer Arbeitsgruppe an, die mit Entwicklungshilfe-Organisationen zusammenarbeitet und von Unternehmen wie Intel unterstützt wird. Diese hat bereits 625.000 Frauen Grundlagen zur Nutzung des Internets vermittelt. Bis 2015 sollen eine Million Frauen erreicht worden sein - was allerdings oft noch ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

Bei dem Programm geht es allerdings nicht nur darum, Frauen durch Bildung und den Zugang zu Informationen zu einer stärkeren Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu befähigen. Sie nehmen vielfach auch eine Position ein, in der sie hinsichtlich entsprechender Fertigkeiten eine starke Multiplikator-Funktion haben, indem sie ihr Wissen an Kinder, Verwandte und Nachbarn weitergeben und so aktiv dabei helfen, das Grundlagen-Wissen weiterzuverbreiten. Internet, IT, Erde Internet, IT, Erde Flickr
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