Kinect Fusion: Microsoft kündigt SDK-Update an

Microsoft hat bekannt gegeben, am Montag eine neue Version des Kinect SDK (Software Development Kit) für Windows zu veröffentlichen. Das Update bringt unter anderem die Unterstützung für Kinect Fusion und mehrere Nutzer mit.

Bei dem für morgen geplanten Update soll es sich um das "wichtigste Kinect SDK-Update" seit dem Erscheinen der ersten Version handeln, und die Liste der Verbesserungen ist lang: Die verbesserte Erkennung von Handgesten, die Unterstützung für mehrere gleichzeitige Nutzer und das lang erwartete Kinect Fusion sind nur die Highlights des Releases.

Durch die verbesserte Hand-Erkennung können natürlichere Bewegungen ausgeführt werden, so dass auch das festhalten und wegdrücken von Elementen auf dem Bildschirm möglich wird. Die Bewegungen können, zumindest in den Vorpräsentationen, schnell und flüssig ausgeführt werden ohne dass der Sensor Probleme mit der Erkennung bereitet.


Auch kleinere Bewegungen sollen mit dem neuen Release deutlich besser erkannt werden und erlauben dadurch eine präzisere Steuerung. In einem Demonstrationsvideo von 'The Verge' interagiert ein Kinect-Entwickler mit den Bing Maps und kann dort sowohl zoomen als auch den gesamten Kartenausschnitt mit schnellen Bewegungen verschieben.

Das neue SDK unterstützt nun auch die Erkennung von mehreren Personen. Dadurch wird nicht nur die Möglichkeit geschaffen, eine Anwendung mit zwei Personen zu bedienen, sondern wird auch der "Störfaktor Mensch" zu großen Teilen ausgeräumt. Bewegungen einer Person im Hintergrund sollen dadurch nun kein Problem mehr für die Kinect-Software darstellen.

Kinect Fusion 3D
Microsoft Research zeigt HoloDesk

Die im letzten Jahr vorgestellte Technik Kinect Fusion wird bei dem neuen Release ebenfalls mit an Bord sein. Fusion ermöglicht es, Gegenstände aller Größe oder einen kompletten Raum quasi in Echtzeit als 3D-Modell zu scannen. Mit diesen erfassten Modellen kann der Nutzer dann wiederum interagieren und diese frei bewegen und verändern.

Microsoft wird gemeinsam mit dem SDK auch einige Open-Source Beispielanwendungen mitliefern, die mögliche Einsatzgebiete der neuen Technik aufzeigen sollen.
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