Google: Andy Rubin tritt als Android-Chef zurück

Google hat soeben bekanntgegeben, dass Andy Rubin als Leiter der Abteilung für das mobile Betriebssystem Android abtritt. Seinen Posten übernimmt künftig Sundar Pichai, der bisher bereits die Entwicklung des Browsers Chrome geleitet hat. Künftig ist er zusätzlich auch für Android zuständig.

Wie Google-CEO und -Mitgründer Larry Page in einem Eintrag im offiziellen Google-Blog mitteilte, hat Andy Rubin sich nach vielen Jahren an der Spitze von Android entschieden, die Zügel in andere Hände abzugeben. Künftig bleibe er aber weiterhin für Google tätig, wolle aber ein neues Kapitel in seiner Laufbahn beginnen. Welche Aufgaben Rubin nun übernimmt, ließ Page zunächst offen.

Andy Rubin habe für Android sehr gute Arbeit geleistet, denn seit den ersten Schritten, die Google im Bereich der mobilen Betriebssysteme unternommen hat, habe man sich innerhalb der letzten zehn Jahre stark weiterentwickelt. Als Beleg dafür zitierte der Google-Chef eine Reihe von statistischen Daten. So gebe es dank der Kooperation mit mehr als 60 Herstellern bereits mehr als 750 Millionen aktivierte Geräte mit Android und es wurden mehr als 25 Milliarden Apps aus dem Google Play Store heruntergeladen.

Unter der Leitung von Rubin habe man mit Android selbst die vor langer Zeit noch als verrückt geltenden eigenen Ziele weit übertroffen. Der bisherige Android-Chef sei 2004 an Google herangetreten, um seine Vision von einem Open-Source Betriebssystem für mobile Geräte unter Verwendung von Standards vorzustellen. Damals hätten viele ihn für verrückt gehalten, doch das Potenzial seiner Ideen sei schon früh klar geworden, weil es zu dieser Zeit noch extrem schwer war, Dienste für mobile Geräte anzubieten, so Page.


Mit Sundar Pichai übernimmt ein äußerst erfahrener und von Page hoch geschätzter Manager die Leitung von Android. Pichai ist bereits für Chrome und Apps zuständig und wird Android künftig ebenfalls lenken, heißt es. Er verfüge über ein Talent, technisch exzellente Produkte zu schaffen, die gleichzeitig auch einfach zu benutzen sind. Diese Erfahrungen soll er nun für Android nutzen. Pichai möge es außerdem, sich großen Herausforderungen zu stellen und sei daher der richtige Mann für die Zukunft von Android.

Andy Rubin selbst hat sich bisher nicht öffentlich zu seinem Abtreten als Leiter der Android-Entwicklung geäußert. Er kam im August 2005 zu Google, als der Internetkonzern sein Startup-Unternehmen Android, Inc. aufkaufte. Sein Rücktritt könnte unter anderem mit Googles Plänen zusammenhängen, künftig den Betrieb von Android-Apps unter Chrome OS und im Chrome-Browser zu ermöglichen. Entsprechende Hinweise gab es in letzter Zeit immer wieder. Ein solcher Schritt würde es Google erleichtern, im Wettbewerb mit Apple und Microsoft zu bestehen.
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Man sollte aufhören, wenns am besten ist. Ich meine der Andy kann wirklich stolz auf das Geleistete sein.
 
@dodnet: Nicht nur das, er hat den mobilen Markt völlig umgekrempelt. Ich hoffe das doch noch mehr kommen wird und Android es schafft die Fragmentierung einzudämmen. Da sehe ich derzeit die größte Gefahr/Schwäche. Google sollte mehr Druck machen was Softwaresupport angeht, kann nicht angehen das man nicht mal nach einem Jahr keine Updates mehr bekommt, nicht einmal Security Updates.
 
@RobCole: Das ist ein Problem das Google schon seit Jahren ignoriert. Da die Leute trotz solcher Nachteile Android wie "geschnitten Brot" kaufen, gibt es keinen Grund für Google in dieser Hinsicht zu unternehmen. Also träum' weiter.
 
Das klingt imho eher nach Sabatical oder gar Burnout. Keiner stellt einen seiner besten Zuchtbullen einfach mal so vom Stall auf die grüne Wiese.
 
@kleister: Burnout hab ich auch gedacht oder zumindest nah dran! Denke nicht das er eines hat dies würde denke ich Kommuniziert werden...


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