EU: Online-Einkauf im Ausland wird bald einfacher

Die EU-Kommission will es ihren Bürgern leichter machen, in anderen Mitgliedsstaaten einzukaufen. Vor allem der Handel über das Internet könnte durch eine neue Regelung beflügelt werden.

Bei den Plänen, die Viviane Reding, die Vizepräsidentin der EU-Kommission, in einem Interview mit der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' (heutige Ausgabe) vorstellte, geht es darum, ein europaweites Kaufrecht einzuführen. Dieses soll parallel zu den jeweiligen nationalen Regelungen bestehen.

Wer nun in einem anderen EU-Land einkauft, soll zukünftig aussuchen können, ob die jeweilige nationale Regelung aus dem Staat, in dem der Händler seinen Sitz hat, oder das europäische Regelwerk gelten soll. Der Rückgriff auf einheitliche Richtlinien würde es den Verbrauchern dabei erleichtern, den Rechtsrahmen kennen zu können.


Aber auch für die Unternehmen sieht Reding in einer solchen Maßnahme Vorteile. Immerhin könnten sie auch mit ausländischen Kunden mit klarer Rechtssicherheit einen Kaufvertrag abschließen. Das kann sogar Kosten sparen, denn den Kunden müsste nicht jedesmal auch ein ihnen unbekanntes Regelwerk vermittelt werden.

Der Rechtsausschuss des EU-Parlaments hat bereits die Grundlagen für die Einführung einer entsprechenden Richtlinie geschaffen. Nun ist es an der EU-Kommission, diese konkret umzusetzen. Der grenzüberschreitende Handel im europäischen Binnenmarkt erhielte so auch für Privatkunden eine einheitliche Grundlage, die beispielsweise Informationspflichten und Rückgaberechte beinhaltet.

Reding geht davon aus, dass dies den Online-Handels deutlich vorantreiben kann. Bisher würden nur 9 Prozent der Verbraucher von der Möglichkeit Gebrauch machen, Waren bei ausländischen Anbietern zu bestellen - für viele andere ist dies schlicht zu unsicher. Die Kunden könnten dabei allerdings davon profitieren, dass Produkte in verschiedenen Regionen der EU mit Preisunterschieden von bis zu 24 Prozent angeboten werden. Einige Waren sind im Heimatland vielleicht auch erst gar nicht zu haben.
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Klingt doch gut. Da werden sich ein paar Händler wundern, warum auf einmal die Leute im Ausland kaufen, als in Deutschland. Hier sind die Preise teilweise überzogen.
 
@zivilist: Dann muss das Gesetz aber sehr gut durchdacht seind und auch Garantie- und Gewährleistungsansprüche beinhalten.
 
@zivilist: Kommt immer drauf an, um was es geht. Manche Produkte sind auch in DE günstiger. Interessant wird es bei allen Artikeln, die mit Urheberrechtsabgaben belastet sind (Drucker, Rohlinge, Handys)
 
Hab heute Nacht noch eine Reportage gesehen, wo es ums Einkaufen im Ausland ging, manchmal muss man echt aufpassen, wegen Echtheit und Produktqualität, Preise hin oder her, der Zoll ist da sehr schnell, die Sachen aus zu sortieren
 
@Futurestar: Es geht um die EU, da gibt es keinen Zoll.


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