MAC-Adressen könnten nun auch knapp werden

Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Bildquelle: DeclanTM / Flickr
Die schnell steigende Zahl vernetzter Geräte führt nicht nur bei IP-Adressen zu Problemen. Auch die weniger leicht auszutauschenden MAC-Adressen der Netzwerkschnittstellen drohen in absehbarer Zeit auszugehen. Wie Glenn Parsons, der bei der Standardisierungs-Organisation IEEE bisher für das Registry Authority Committee (RAC) zuständig war, erklärte, müsse man nach neuesten Prognosen davon ausgehen, dass in rund 25 Jahren keine weiteren MAC-Adressen mehr vergeben werden können. Daher müsse jetzt begonnen werden, über eine Migration hin zu neuen Standards nachzudenken.

Bei den MAC-Adressen besteht das Problem, dass jede Netzwerkschnittstelle über ihre eigene, fest eingebaut Kennung verfügt. Der Wechsel von IPv4 auf IPv6 ist da erheblich einfacher, weil hier im Wesentlichen nur bei der Software Veränderungen vorgenommen werden müssen.

Parsons schlug auf einem Treffen der Internet Engineering Task Force (IETF) unter anderem vor, die bisher 48 Bit langen Adressen durch solche zu ersetzen, die 128 Bit lang sind. Damit würde der verfügbare Pool so stark erweitert, dass er auch ein weiterhin exponentielles Wachstum über einen langen Zeitraum problemlos verkraften könnte.

Ein solcher Umbau hätte aber weitreichende Konsequenzen und die aktuell prognostizierten 25 Jahre wären so eine durchaus knappe Zeit. Denn das gerade erst in der Einführung begriffene IPv6 kann lediglich mit MAC-Adressen von 64 Bit umgehen. Aber auch verschiedene Netzwerk-Standards wie Ethernet sind auf dieses Maximum ausgelegt.

Um mit den verfügbaren MAC-Adressen flexibler umgehen zu können, wäre es auch möglich, die bisherigen Spezifikationen zu lockern. Aktuell stehen die ersten 24 Bit als Herstellerkennung zur Verfügung. Die übrigen 24 Bit können vom jeweiligen Anbieter dann als Adressraum an seine Netzwerk-Komponenten vergeben werden. Einige Unternehmen benötigen aber beispielsweise gar nicht solch einen großen Adress-Satz, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Eine Entkoppelung der beiden Bereiche könnte also dafür sorgen, dass wesentlich mehr MAC-Adressen zur freien Vergabe bereitstehen. Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet Internet, Netzwerk, Kabel, Ethernet DeclanTM / Flickr
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