Konklave: Etliche Störsender sichern die Papstwahl

Im Vatikan hat heute das Konklave begonnen, die Wahl des Nachfolgers von Papst Benedikt XVI. ist dabei die erste, bei der auf massiven Einsatz elektronischer "Abwehrmaßnahmen" zurückgegriffen wird.

Weißer Rauch statt Twitter-Nachricht: So soll das nächste Kirchenoberhaupt auch im Zeitalter mobiler Kommunikation bekannt gegeben werden. Wie die Nachrichtenagentur 'Reuters' berichtet, setzt die Katholische Kirche nun auf zahlreiche Maßnahmen, um die Sixtinische Kapelle abhörsicher zu machen.

Hintergrund der verschärften Sicherheitsmaßnahmen ist nicht nur die allgemeine Verbreitung mobiler Kommunikationstechniken, sondern auch die so genannte Vatileaks-Affäre. Dabei kopierte 2011 ein Kammerdiener des Papstes zahlreiche interne Dokumente des Vatikans und brachte diese an die Öffentlichkeit. Dabei ging es unter anderem um Vorwürfe der Korruption sowie der Günstlingswirtschaft.

Der nun betriebene Aufwand ist enorm: Am Ort des Konklaves wurde ein falscher Boden gelegt und darunter elektronische Störsender platziert. Diese sollen nicht nur verhindern, dass die Kardinäle Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen, sondern auch, dass sie selbst Nachrichten von dort empfangen können. Eine ähnliche Anti-"Spionage"-Abwehr wurde auch in den Unterkünften der Kardinäle installiert, zusätzlich dazu durchkämmen Sicherheitsleute die Räumlichkeiten regelmäßig nach Wanzen.


Natürlich dürfen die Kardinäle auch keine elektronische Ausrüstung mitnehmen oder auf sonstige Weise Kontakt mit der Außenwelt aufnehmen. Ausnahmen gibt es lediglich für "extrem ernste und dringliche Gründe". Erwartungsgemäß müssen auch alle weltlichen Angestellten des Vatikans deutlich verschärfte Kontrollen über sich ergehen lassen und werden beispielsweise per Metalldetektoren gescannt.

Die Kardinäle mussten vor Beginn des Konklaves aber auch eine besonders altmodische "Sicherheitsmaßnahme" ausführen: Vor Betreten der Sixtinischen Kapelle musste jeder einzelne einen Stillschweige-Eid schwören.
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Frage mich, wie die das finanzieren. :) (Achtung Sheldon, das war eine rhetorische Frage!)
 
@s3m1h-44: dir würde mal weniger TV Konsum gut tun
 
@s3m1h-44: Ich tippe mal Berlusconis Medien-Firmen hat da gegen die Exklusivrechte ne Stange Kohle rüberwachsen lassen. ;)
 
@JoePhi: Wär doch voll die Idee, Paps-Wahl live im Fernseher und die Zuschauer können per Anruf oder SMS ihre Stimme abgeben.
 
@happy_dogshit: Und 2 Monate später kennt keiner mehr den Gewinner? Nie und Nimmer, das ist die Kirche, die werden sich nicht noch mehr ins Bein schießen wollen, wo ihre Daseinsberechtigung sowieso schon fragwürdig ist.


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