Iran blockiert jetzt den Zugang zu "illegalen" VPNs

Iran, Frau, Kopftuch Bildquelle: HORIZON / Flickr
Die Regierung des Iran hat ihre Blockade der Internet-Nutzung durch die Bürger ausgeweitet. In einem neuen Schritt wird nun die Nutzung von Virtual Private Networks (VPNs) blockiert, die nicht unter offizieller Kontrolle stehen.
Seit Jahren schon wird in der Infrastruktur des Landes der Zugang zu zahlreichen Webseiten aus anderen Staaten gesperrt. Zahlreiche Iraner verwenden daher ausländische Proxy-Server und VPN-Dienstleister, um diese Seiten dennoch zugänglich zu machen und sich zu informieren.

"In den letzten Tagen wurden die Ports illegaler VPNs im Land blockiert", erklärte nun Ramezanali Sobhani-Fard, der Chef des parlamentarischen Komitees für Informations- und Telekommunikations-Technologien, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur 'Reuters'. Darunter fallen alle entsprechenden Angebote, die nicht mit einer staatlichen Erlaubnis operieren.

Die staatliche Netzaufsicht hatte erst im Januar angekündigt, solche offiziellen Dienste anbieten zu wollen. Mit ihnen sollen jene Nutzer versorgt werden, die VPN-Verbindungen benötigen, um beispielsweise sichere Verbindungen in ihre Firmennetze aufzubauen. Der normale Nutzer soll sein Nutzungsverhalten hingegen nicht mehr verschleiern können. Diese müssen sogar mit Strafverfolgung rechnen, wenn sie versuchen, weiterhin die Sperr-Systeme zu umgehen.

Der Regierung des Iran ist allerdings auch klar, dass es letztlich nichts bringt, den Bewegungsspielraum der Masse der Internet-Nutzer immer nur weiter einzuschränken. Daher ist man bemüht, Alternativen anzubieten, die staatskonform operieren. Nachdem im September des letzten Jahres beispielsweise der Zugang zur weltweit größten Videoplattform YouTube gesperrt wurde, offerierten offizielle Stellen eine eigene entsprechende Seite, die unter anderem die "iranische Kultur fördern" soll.

Als eigentliches Ziel wurde formuliert, den Iran in den kommenden Jahren komplett vom Internet abzukoppeln. Statt dessen soll es ein nationales Intranet geben, in dem sich die Nutzer bewegen können und eine staatlichen Kontrolle komplett gewährleistet ist. Iran, Frau, Kopftuch Iran, Frau, Kopftuch HORIZON / Flickr
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