Die Beziehungen zwischen Microsoft und Google waren noch nie die besten, nun geht es in die nächste Runde: Seit gestern stehen sich die beiden am Landgericht München gegenüber, Microsoft geht gegen den Kartendienst Google Maps vor.
Wie unter anderem 'Computerworld' berichtet geht es in der Microsoft-Klage um ein Patent aus dem Jahr 1996, das Google mit seinem Kartendienst Maps auf dem mobilen Sektor verletzt haben soll. Genauer gesagt geht es um das (europäische) Patent mit der Nummer EP0845124. Dieses beschreibt den Datenaustausch zwischen einem Server, auf dem die Kartendaten liegen, und dem jeweiligen Endgerät.
Laut dem Blog 'FOSS Patents' hat Google (bzw. Motorola Mobility) bei der Vorverhandlung versucht, das Gericht davon zu überzeugen, dass das Patent "höchstwahrscheinlich" ungültig sei, parallel läuft ein Verfahren, in dem man dieses Schutzrecht für ungültig erklären lassen will.
Der zuständige Richter Matthias Zigann ist der Google-Argumentation am ersten Verhandlungstag allerdings vorerst nicht gefolgt. Er sagte, dass das strittige Patent eine "große Idee" abdecke, was auch eine "Konstruktion, die dieser großen Idee entspricht" verdienen würde. Denn anders oder vereinfacht gesagt: Es geht ums Geld.
Microsoft will zwar eine Patent-Verfügung gegen Google erwirken, wonach das Suchmaschinenunternehmen den (mobilen) Google-Maps-Zugang von deutschen IP-Adressen aus unterbinden müsste (Apps und Web), dass es tatsächlich so weit kommt, ist aber nicht anzunehmen.
Microsoft schreibt auch in einem Mail-Statement, dass man zuversichtlich sei, dass eine Lizenzvereinbarung geschlossen werden kann und man damit auch die Streitigkeiten zwischen den Unternehmen beenden wolle. Eine Entscheidung des Landgerichts wird für Anfang Mai erwartet.
Siehe auch: Microsoft will Anti-Google-Kampagne fortsetzen

Auch Unterwegs bestens informiert!




Alle Kommentare zu dieser News anzeigen