Der Festplattenhersteller Seagate hat angekündigt, die Produktion von schnelleren Notebook-Festplatten einzustellen. Geräte mit 7.200 Umdrehungen pro Minute sollen nur noch bis zum Jahresende hergestellt werden.
David Burks, Marketingchef des Unternehmens, begründete die Entscheidung gegenüber dem US-Magazin 'X-bit Labs' mit den sich verändernden Bedingungen am Markt. Dort sinke die Nachfrage nach einfachen Festplatten mit höheren Durchsatzraten immer weiter, weil die Kunden im Zweifelsfall eher zu konkurrierenden Angeboten greifen.
Insbesondere Hybrid-festplatten, in denen Flash-Speicher als Cache für eine Beschleunigung der alltäglichen Arbeit sorgt, finden hier eher Abnehmer. Und Nutzern, denen es direkt auf höchstmögliche Performance ankommt, greifen inzwischen ohnehin gleich zur SSD.
Im Vergleich zu diesen beiden Technologien sind die Performance-Gewinne durch die höhere Laufgeschwindigkeit der Platter-Spindel eher marginal. Festplatten dieser Art brachten im Grunde nur lukrative Vorteile, solange keine Hybrid-Systeme und SSDs zur Verfügung standen. Hinzu kommt, dass die höhere Laufgeschwindigkeit sich auch negativ auf den Energiebedarf auswirkt.
Im Vergleich zur SSD können die Speichersysteme zwar immer noch mit deutlich höheren Speicherkapazitäten zu einem geringeren Preis aufwarten - laut Burks hätte die Marktforschung Seagates allerdings gezeigt, dass jene Nutzer, die in erster Linie viel Speicherplatz in ihrem Notebook haben wollen, weniger Augenmerk auf die Performance legen.
Dem Ausstieg aus der Produktklasse dürften allerdings auch Marketing-taktische Überlegungen zugrunde liegen. Denn in diesem Jahr will Seagate die dritte Generation seiner Hybrid-Festplatten auf den Markt bringen, die die volle Aufmerksamkeit der Zielgruppe, die sowohl an höheren Speicherkapazitäten als auch an guter Performance interessiert ist, erhalten soll.

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