Weiter DDoS-Angriff auf Süddeutsche.de (Update)

Hacker, Zahlen, grün Bildquelle: Brothersoft
Die Webseite der renommierten deutschen Süddeutschen Zeitung (SZ) ist nach eigenen Angaben zum Opfer einer DDos-Attacke geworden. Die Seite war länger nicht erreichbar, wer dahinter steckt, ist allerding nicht bekannt. Im hauseigenen 'SZblog' bestätigt Julia Bönisch, stellvertretende Chefredakteurin, den DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) auf die Webseite der Tageszeitung, die in München ihren Sitz hat. Bönisch schreibt, dass man zuletzt immer wieder über derartige Hacker-Angriffe berichtet hätte, etwa jenen auf das Blog von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, nun aber selbst das Ziel eines solchen Angriffs geworden sei.

Durch massenhafte Anfragen auf die SZ-Server sind alle Online-Angebote des Verlages in Mitleidenschaft gezogen worden, betroffen waren Süddeutsche.de, Jetzt.de sowie SZ-Magazin.de. Der Ausfall hat insgesamt etwa zwei Stunden gedauert, so Bönisch.

Während der Zeit des Ausfalls hat die Redaktion des SZ versucht, andere Kommunikationskanäle einzusetzen und ist unter anderem verstärkt auf Twitter und Facebook aktiv gewesen, so Julia Bönisch. Wer hinter dem Angriff steckt oder welche Hintergründe die Attacke hatte, sei aber noch nicht bekannt.

Laut des 'Tagesspiegels' soll es allerdings Spekulationen geben, dass eine Hacker-Gruppe namens "Team Medusa" an der Sache beteiligt gewesen sein könnte. Diese hatte vergangene Woche das "Peerblog" des SPD-Kanzlerkandidaten angegriffen und soll auch (kurz vor der SZ-Attacke) die Seite einer Urheber-Lobby-Organisation angegriffen haben. Als möglichen Grund nennt der Tagesspiegel "die Rolle des SZ-Verlages in der Urheber-Debatte".

Belege gibt es dafür derzeit keine, auch sehr zum Leidwesen der SZ-Chefredaktion. Denn dort wünscht man sich, dass jemand sich zum DDoS-Angriff bekennt, weil man sich dann an einen Tisch setzen und darüber diskutieren könnte.

Update 17.17 Uhr: Das Team Medusa hat sich per 'Twitter' "ausdrücklich" vom Angriff auf die SZ distanziert. (Danke an unseren Leser Fnord Prefect für diesen Hinweis.)

Zudem scheint der Angriff am Nachmittag weiterzugehen, derzeit ist die Seite erneut nicht oder teilweise nur schwer erreichbar, was Süddeutsche.de-Chefredakteur Stefan Plöchinger auch per 'Twitter' bestätigt. Hacker, Zahlen, grün Hacker, Zahlen, grün Brothersoft
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