Computer sind manchmal die besseren Ärzte

Technologien, die bisher beispielsweise bei der Spracherkennung und in Betrugs-Erkennungssystemen zum Einsatz kommen, könnten helfen, die medizinische Versorgung besser und billiger zu machen.

Forschern von der Indiana University ist es gelungen, unter Zuhilfenahme von Patientendaten und selbstlernenden Algorithmen sehr gute Ergebnisse bei der Diagnose und der Ausarbeitung einer Therapie zu erhalten. Dabei war es völlig unabhängig davon, um welche Erkrankung oder Störung es sich handelte, heißt es in einem nun vorliegenden Paper.

Der Computer erhielt in den jeweiligen Fällen im Grunde die gleichen Informationen wie ein behandelnder Arzt. Dafür konnten die Forscher auf mehrere Tausend anonymisierte Krankenakten zurückgreifen - häufig auch von Patienten, die neben einer chronischen Erkrankung auch eine Depression ausgebildet hatten.


Im Vergleich zu den Bewertungen, die den Ärzten bei einer Prüfung der Behandlung im Nachhinein gegeben wurden, erreichte der Rechner hier bereits Ergebnisse, die im Schnitt zwischen 30 und 35 Prozent besser waren. Die Entwickler sind zuversichtlich, dass sie mit einer weiteren Optimierung durchaus auch auf bis zu 50 Prozent kommen können - und dies bei vergleichsweise niedrigen Kosten.

Selbst in Situationen, in denen Ärzte - die trotz guter Ausbildung und Erfahrungen in der Praxis - letztlich nur ein begrenztes Wissen haben können - sich unsicher über die besten Therapie-Methoden waren, konnte das Computersystem stets sehr gut weiterhelfen und verlässliche Vorhersagen treffen, hieß es. Denn gerade bei komplexeren Krankheitsbildern könnte ein solches Programm auf Datenbanken zurückgreifen, in denen quasi das gesamte medizinische Wissen eines Landes oder gar weltweit gespeichert sein könnte, und mit der Zeit selbstständig weiter lernen.

Gänzlich wird ein solches System den Arzt natürlich nicht ersetzen - immerhin spielt auch die menschliche Komponente letztlich eine große Rolle in der Therapie. Allerdings sollen entsprechende Anwendungen zukünftig zum Einsatz kommen, um den behandelnden Medizinern kräftig unter die Arme zu greifen.
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strom weg, patient tod? wem kann man dann verklagen wenn was schief geht? nichts gegen vortschritt....
 
@snoopi: versteh ich nicht ganz was du meinst ? das ding soll eine unterstützung sein um Diagnosen zu stellen.
 
@snoopi: schonmal was von "notstromaggregaten" gehört im krankenhaus?
 
@snoopi: Wenn der Strom im Krankenhaus ausfällt, dann hat im Zweifelsfall nicht nur dieser eine Patient ein Problem. Abgesehen davon könnt ich mir gut vorstellen, dass ein solches System Cloud-basiert arbeiten könnte. Dann müsste es wohl eher heißen: Kupferkabel vorm Krankenhaus geklaut, Internetverbindung weg^^
 
@snoopi: Trotz allen Fortschritts, gibt es Wörter, die man weiterhin so schreibt wie bisher :P Und es wird immer jemanden geben, deN man verklagen kann. Hersteller der Geräte z.B. Das ist aber gar nicht die Grundaussage des Artikels. Hierin geht es ausschließlich um die richtige Diagnose und Hilfsmaßnahmen. Btw. meines Wissens nach sind Krankenhäuser nochmals extra abgesichert. Ist der Strom weg, so gibt es in Krankenhäusern technische Geräte (Stromerzeuger), die über Stunden die wichtigsten Geräte oder gar das gesamte Gebäude mit Strom versorgen können. Das wäre also überhaupt kein Problem ;)


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