Computer sind manchmal die besseren Ärzte

Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen Bildquelle: e-MagineArt.com / Flickr
Technologien, die bisher beispielsweise bei der Spracherkennung und in Betrugs-Erkennungssystemen zum Einsatz kommen, könnten helfen, die medizinische Versorgung besser und billiger zu machen. Forschern von der Indiana University ist es gelungen, unter Zuhilfenahme von Patientendaten und selbstlernenden Algorithmen sehr gute Ergebnisse bei der Diagnose und der Ausarbeitung einer Therapie zu erhalten. Dabei war es völlig unabhängig davon, um welche Erkrankung oder Störung es sich handelte, heißt es in einem nun vorliegenden Paper.

Der Computer erhielt in den jeweiligen Fällen im Grunde die gleichen Informationen wie ein behandelnder Arzt. Dafür konnten die Forscher auf mehrere Tausend anonymisierte Krankenakten zurückgreifen - häufig auch von Patienten, die neben einer chronischen Erkrankung auch eine Depression ausgebildet hatten.

Im Vergleich zu den Bewertungen, die den Ärzten bei einer Prüfung der Behandlung im Nachhinein gegeben wurden, erreichte der Rechner hier bereits Ergebnisse, die im Schnitt zwischen 30 und 35 Prozent besser waren. Die Entwickler sind zuversichtlich, dass sie mit einer weiteren Optimierung durchaus auch auf bis zu 50 Prozent kommen können - und dies bei vergleichsweise niedrigen Kosten.

Selbst in Situationen, in denen Ärzte - die trotz guter Ausbildung und Erfahrungen in der Praxis - letztlich nur ein begrenztes Wissen haben können - sich unsicher über die besten Therapie-Methoden waren, konnte das Computersystem stets sehr gut weiterhelfen und verlässliche Vorhersagen treffen, hieß es. Denn gerade bei komplexeren Krankheitsbildern könnte ein solches Programm auf Datenbanken zurückgreifen, in denen quasi das gesamte medizinische Wissen eines Landes oder gar weltweit gespeichert sein könnte, und mit der Zeit selbstständig weiter lernen.

Gänzlich wird ein solches System den Arzt natürlich nicht ersetzen - immerhin spielt auch die menschliche Komponente letztlich eine große Rolle in der Therapie. Allerdings sollen entsprechende Anwendungen zukünftig zum Einsatz kommen, um den behandelnden Medizinern kräftig unter die Arme zu greifen. Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen Medizin, Medikamente, Tabletten, Pillen e-MagineArt.com / Flickr
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