ISPs der EU schließen sich gg. Botnetze zusammen

Die europäischen Provider wollen zukünftig zusammen gegen Botnetze vorgehen. Dafür hat man sich in einer neuen Organisation zusammengeschlossen, der von der EU gefördert wird, teilte der deutsche ISP-Branchenverband Eco mit.

Jeder fünfte Computer ist nach aktuellen Schätzungen Teil eines Botnetzes, über das Kriminelle die Rechner von Endnutzern mit Schadprogrammen infizieren und fernsteuern können. Das Advanced Cyber Defence Center (ACDC) soll nun koordinierte Maßnahmen der europäischen Provider gegen diese Infrastrukturen durchführen. Zu den Partnern zählen große Netzbetreiber, Strafverfolger und Behörden, Banken sowie Zertifizierungsstellen.

"Im Kampf gegen Botnetze ist es elementar wichtig, dass alle zusammenarbeiten: Von den Providern über die Polizei bis hin zu den Endnutzern. Wie viel man damit erreichen kann, haben wir auf nationaler Ebene beim Anti-Botnet-Beratungszentrum gesehen. Wir freuen uns, mit diesem effektiven Ansatz und starken Partnern jetzt in Europa Botnetzen die Stirn zu bieten", sagt Harald A. Summa, Geschäftsführer des Eco.


Mit dem ACDC wollen die Partner einen wichtigen Baustein für die Cybersecurity-Strategie der EU bereitstellen. EU-Kommissarin Neelie Kroes hatte erst kürzlich angemahnt: "Wir müssen unsere Netzwerke und Systeme schützen und ihre Widerstandsfähigkeit erhöhen. Um das zu erreichen, sollten wir sichergehen, dass alle Beteiligten ihren Teil dazu beitragen, Botnetze und Schadprogramme zu bekämpfen."

Im Zentrum des EU-Pilotprojekts steht das Clearing House, an das die Projektpartner Sicherheitsvorfälle wie Spam-Kampagnen in ihren Netzen, gestohlene Daten oder DDoS-Attacken melden. Von dort werden betroffene Stellen wie Endkunden, Mobilfunkprovider, Banken, Anbieter von Sicherheitslösungen oder Hosting Provider über die Vorfälle informiert und bekommen Unterstützung durch nationale Support Center zur Beseitigung der Schadsoftware.

Zusätzlich soll sich das ACDC darin engagieren, infizierte Webseiten zu identifizieren und von Schadprogrammen zu befreien. Die teilnehmenden Provider werden außerdem Anomalien in ihren Netzwerken erkennen und an das Clearing House melden, darunter auch Botnetze in der Cloud oder in mobilen Netzen.
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Wenn der Nutzer nicht auf seinen Rechner achtet ist er selbst daran schuld.
 
@BrakerB: Du, ich beachte auch Verkehrsregeln, trotzdem hatte ich schon zwei unverschuldete Unfälle.
 
@iPeople: Das lässt sich nicht vergleichen da zwei Personen beteiligt sind. Und natürlich kommen wieder mal ohne Grund Minuse.
 
@BrakerB: Auch bei einem Rechner sind mehrere Parteien beteiligt .... Stichwort Lücken im BS. Die Zeiten, wo man den Schädling lokal starten musste, sind vorbei. Und jetzt überleg mal, warum Du Minus bekommst.
 
@iPeople: Keine Ahnung, ich sehe kein Problem mit meiner Aussage. Ich habe selbst eine hohe Gefahr Teil eines Trojaners oder Botnetzes zu werden, da ich mich oft auf diversen Seiten aufhalte die mit "IT Sicherheit" zu tun haben. Und ich hatte noch keinen Trojaner bzw. bin nicht teil eines Botnetzes.


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