Microsoft Surface Pro zerlegt, ist kaum reparierbar

Der Reparaturdienstleister iFixit hat sich das neue Microsoft Surface Pro Tablet vorgenommen, um die bei dem Gerät verwendeten Komponenten genau unter die Lupe zu nehmen und zu prüfen, wie gut die Chancen auf eine erfolgreiche Reparatur des Geräts stehen.

Das Resultat der Reparatur-Spezialisten fiel dabei äußerst ernüchternd aus. Weil das Display mit Unmengen von Klebstoff an einem Innenrahmen aus Kunststoff befestigt ist, lässt es sich laut iFixit nur extrem schwer entfernen. Um es zu lösen mussten die Bastler das Gerät mit einer Heißluftpistole über einen längeren Zeitraum bearbeiten. iFixit Microsoft Surface Pro TeardownDer Beginn des Teardown... Außerdem befinden sich am Rand des Displays vier Kabel, die sehr schnell Schaden nehmen können, wenn man nicht mit äußerster Vorsicht agiert. Auch viele andere Teile des Microsoft Surface Pro sind laut iFixit mit großen Mengen Kleber befestigt, darunter auch der Akku, der immerhin nicht durch Lötverbindungen an das Mainboard angeschlossen ist, so dass er nach dem Lösen des Klebers recht leicht entfernt werden kann. iFixit Microsoft Surface Pro Teardown...und das Ergebnis Dank iFixit ist nun auch eindeutig geklärt, dass das Surface Pro mit einem 1,8 Gigahertz schnellen Intel Core i5-3317U Dual-Core-Prozessor daherkommt, der bei Bedarf per TurboBoost auf bis zu 2,6 Gigahertz hochtaktet. Hinzu kommt unter anderem eine SSD von Micron, die in der hier genutzten 64-GB-Version mit einer Lesegeschwindigkeit von 500 MB/s aufwartet. Die Schreibgeschwindigkeit fällt mit 95 MB/s deutlich geringer aus.

BILDERSTRECKE
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Weiterhin verrät der Teardown, dass das Surface Pro Tablet mit einem 42-Wattstunden-Akku von LG ausgerüstet ist, der bei 7,4 Volt eine Kapazität von 5676 mAh aufweist. Trotz der recht hohen Kapazität erreicht das neue Microsoft-Tablet nur Laufzeiten von rund fünf Stunden. Um die Ultrabook-Hardware des Geräts zu kühlen, kommen zwei sehr kleine Lüfter in Verbindung mit einer Heatpipe zum Einsatz, die die CPU und den Chipsatz abdeckt.

iFixit gab dem Surface Pro auf seiner bis 10 reichenden Skala für die Reparierbarkeit lediglich einen einzigen Punkt. Der Grund dafür liegt in den enormen Schwierigkeiten, die das Öffnen des Tablets bereitet und der großen Gefahr, innenliegende Bauteile zu beschädigen. Die Reparatur-Spezialisten gaben an, dass sie zudem selten so viele Schrauben in einem Gerät gesehen hätten - das Surface Pro wird von mehr als 90 Schrauben zusammengehalten.
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Gratulation, Microsoft! Endlich mal wieder ein "Number-One"-Produkt! 1 von 10 Punkten bei iFixit! Grandios!
 
[re:1] desire am 13.02.13 15:03 Uhr
(-17
@noneofthem: Wen interessiert das eigentlich? Wenns kaputt ist wirds eh eingeschickt und nach 2 Jahren kauft man in der Regel ein neues Gerät.
 
[re:2] hover am 13.02.13 15:05 Uhr
(-13
@noneofthem: Gut das dadurch das Gerät nicht schlechter wird. Wieviele Privatpersonen reparieren denn normalerweise ihr Tablet? Ich hatte schon mehr als genug Smartphones und Tablets und bei keinem einzigen war bis jetzt eine Hardwaremäßige Reparatur notwendig.
 
@desire: Nicht in jedem Fall repariert der Hersteller ein Gerät. Bei Selbstverschulden ist man ziemlich auf sich allein gestellt. Wenn man dann nicht selbst das Gerät fixen kann oder es von jemandem reparieren lassen kann, ist man ziemlich verloren.
 
@hover: Ich kann dir sagen, dass ich Ram und SSD erweitert haette nach dem kauf. Kann man sich ja aber wohl abschminken


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