Yahoo-Chefin: Such-Deal mit Microsoft 'enttäuscht'

Wirtschaft & Firmen Marissa Mayer, Chefin des Internet-Pioniers Yahoo, hat die Kooperation mit Microsofts Suchtechnologie als "enttäuschend" bezeichnet, da diese nicht wie erhofft einen Anstieg von Anteilen oder Umsätzen gebracht habe.

Die ehemalige Google-Topmanagerin, die seit vergangenem Sommer an der Spitze von Yahoo steht, machte ihre Aussagen auf der Goldman Sachs Technology and Internet Conference in San Francisco. Wie die Nachrichtenagentur 'Reuters' berichtet, sagte Mayer dort, dass die Kooperation "hinter den Erwartungen zurückbleibt."

Siehe auch: Google-Sprachrohr Marissa Mayer wird Yahoo-CEO

"Einer der Kernpunkte dieser Allianz ist es, dass wir beide die Marktanteile steigern wollen statt sie uns gegenseitig hin- und herzuschieben", sagte Mayer. Mit der 2010 beschlossenen Kooperation wollten Yahoo und Microsoft eigentlich Suchmaschinenriese Google angreifen, der Erfolg hat sich aber nicht eingestellt.

Marissa Meyer
Ist nicht sehr glücklich mit dem Microsoft-Yahoo-Deal: Yahoo-CEO Marissa Mayer

Am US-Markt stand Google beispielsweise laut Zahlen des Marktforschungsunternehmens 'ComScore' im Dezember des Vorjahres bei einem Marktanteil von 66,7 Prozent. Zwei Jahre davor, also kurz nachdem der Yahoo-Microsoft-Deal beschlossen worden war, waren es 66,6 Prozent. Im Detail betrachtet kam Microsoft an die zweite Stelle mit 16,3 Prozent, Yahoo reihte sich mit 12,2 Prozent dahinter ein.

Bitter für Mayer ist es, dass der Anteil am Suchmaschinenmarkt zusammengerechnet keine Veränderungen gebracht hat, zwischen Microsoft und Yahoo dagegen schon: Bing hat nämlich zugelegt und das eben auf Kosten von Yahoo.


Problematisch für Yahoo ist auch der starke Fokus auf die USA, außerhalb der Staaten spielt der Internet-Pionier kaum eine Rolle. Mayer will sich deshalb wieder verstärkt um andere Märkte kümmern, genauer gesagt nannte sie Großbritannien und Deutschland. Auch das japanische Geschäft will man aus diesen Gründen vorerst nicht verkaufen und hat entsprechende Pläne vorerst auf Eis gelegt.

Siehe auch: Ex-Googlerin legt Axt an Yahoo-Microsoft-Abkommen
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ich habe DAMALS Yahoo geliebt. Der Yahoo-Messenger mit seinen (voice)-Chat-Räumen war ein Träum. Selbst FB kann 10 Jahre danach nix vergleichbares anbieten. Mit dem einstampfen des Messengers, habe ich auch deren Start-Suchseite eingestampft.
 
@brasil2: Inwiefern wurde der Yahoo Messanger den eingestampft? http://de.messenger.yahoo.com/
 
Was erwartet die Frau denn bitte? Die Karten sind längst gemischt und der Name Yahoo steht schon länbger nicht mehr für gute Suchergebnisse... Das weiß der User und meidet Yahoo dem entsprechend bzw sucht sich Alternativen.. Da ändert auch eine geänderte Suchengine nix dran; vor allem, wenn der User nichtmal die Nase dran bekommt, dass Yahoo ne andere Suchengine benutzt (wird ja nichtmal ein "powered by bing" oder so angezeigt). Dann kommen noch die absolut wertvollen "News" dazu, die Yahoo mittlerweile als Topnews anbietet (gerade aktuell: Madonnas peinlichste Fotos; jap, das zeugt von journalistischer Klasse) und so weiter - redaktionelle Toparbeit fehlanzeige; alles Geschäfte, die Yahoo früher sehr gut nach vorne gebracht hatten... die ganze Seite wirkt mittlerweile mehr als abschreckendes Beispiel für angehende RTL-Zuschauer.. Von der ehemaligen Top-Firma, die Anfang der Jahrtausendwende noch ganz oben mit dabei war, ist doch - wie bei Fireball, AOL und Co - schon lange nichts mehr zu sehen. Und da ändert auch eine andere Suchengine nix dran. EDIT: typo
 
@Slurp: Vergess lycos nicht :)
 
@-adrian-: excite


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