Filesharing geht zurück, Umsatz mit Musik aber auch

Als die französische Regierung mit dem Three-Strikes-Modell vor einigen Jahren eines der bisher repressivsten Instrumente gegen Urheberrechts-Verletzungen im Internet auf den Weg brachte, jubelte die Musikindustrie noch.

Das dürfte ihr inzwischen allerdings ein Stück weit vergangen sein, wenn man sich die aktuellen Daten betrachtet. Immerhin setzte man starke Hoffnung in die Annahme, dass die Nutzer so davor abgeschreckt werden, Musik in Filesharing-Netzen auszutauschen und sich das Geschäft der Musikbranche wieder belebt.

Laut einem Bericht von 'DigitalMusicNews" ist die Nutzung von Filesharing-Diensten in Frankreich in den letzten drei Jahren durchaus deutlich zurückgegangen. Die Zahl der einzelnen Nutzer, die in den P2P-Netzen zu identifizieren waren, verringerte sich um immerhin 35 Prozent, so eine Untersuchung des französischen Musikbranchenverbandes SNEP.


Allerdings dürfte dieser Effekt nicht hauptsächlich auf die Three-Strikes-Regelung des Hadopi-Gesetzes zurückzuführen sein, durch die einem Internet-Nutzer der Zugang zum Netz abgeklemmt werden kann, wenn er dreimal bei Urheberrechts-Verletzungen erwischt wurde.

Inzwischen ist es auch deutlich leichter geworden, legale Angebote zu verwenden. Hierzu trugen unter anderem die verschiedenen Streaming-Dienste bei, die preiswert Zugang zu einer großen Menge an Musik bieten. Aber auch eine Verlagerung zu Sharehostern, die nicht so leicht von den Rechteinhabern anzugreifen sind, dürfte einen Teil dessen ausmachen.

Den Rückgang der Umsätze aus dem Musikvertrieb hat dies allerdings keinen Abbruch getan. Während in den letzten drei Jahren das Filesharing weniger wurde, gingen auch die Einnahmen der Branche aus dem Verkauf um weitere 22 Prozent zurück. Das konnte bisher mit dem leichten Wachstum aus Download-Verkäufen und Abos nicht kompensiert werden.
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tja.... das kann einerseits an den miesen Produktionen seit Jahren liegen... oder an den Hostern wie rapidshare und co...
 
@Cosmic7110: Ich hab unlängst einen Artikel gelesen, in dem festgestellt wurde, dass der positive Effekt von Filesharing die Mundpropaganda in Form von Werbung ist. Macht auch Sinn. Denk dir mal irgendeine Band, die keiner kennt, deren Musik aber nicht schlecht ist. Kaufen tut sich deren Musik von Beginn an kaum jemand. Durch das Filesharing verstreuen sich diese paar Samenkörner jedoch, und zwar weltweit, sodass mit der Zeit ein schönes geldeinbringendes Pflänzchen entsteht. Es ist ja nicht so, dass jeder Filesharing betreibt. Die meisten kaufen Musik nach wie vor, wie eine andere Studie belegt.
 
@Lofi007: Und was tut das nun zur Sache ? Ich habe lediglich den Artikel und seine Aussage kritisiert und nicht das filesharing ansich ;)
 
@Lofi007: also ist filesharing gut für die musik & film industrie? ...
 
@violenCe: Was meinst du mit "gut"? Ich würde eher sagen, dass es ihnen weniger geschadet hat als sie zugeben. Siehe z. B. hier: http://winfuture.de/news,73206.html


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