Activision: Konsolen-Nachfolger bringen Sorgenfalten

Spiel, Blizzard, World of Warcraft, Online-Game Bildquelle: Jeremy Keith / Flickr
Der Spielehersteller Activision Blizzard kann sich derzeit zwar über gute Ergebnisse in seiner Geschäftstätigkeit freuen, allerdings bröckelt das wichtigste Standbein "World of Warcraft" zunehmend dahin.
Im vierten Quartal des letzten Jahres konnte das Unternehmen einen Umsatz von 2,6 Milliarden Dollar verzeichnen und damit die Prognose von 2,44 Milliarden Dollar klar übertreffen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden mit 2,41 Milliarden Dollar noch geringere Einnahmen verbucht. Der Gewinn stieg dabei von 62 auf 78 Cent je Aktie.

Über viele Jahre bildete das Online-Game "World of Warcraft" eine stabile Säule im Geschäft. Die letzte Erweiterung "Mists of Pandaria" konnte allerdings nicht mehr für eine so dauerhafte Bindung von Spielern sorgen, wie andere Add-ons zuvor. Die Zahl der Spieler ist nach einem kurzen Aufschwung nun schon wieder unter die 10-Millionen-Marke gefallen.

Zum Jahreswechsel wurden noch 9,6 Millionen Abonnenten gezählt. Den stärksten Verlust an Abo-Kündigungen verzeichnete Activision Blizzard dabei nach eigenen Angaben in China. Aktuell mussten also erst einmal andere Titel für das Umsatzwachstum sorgen. Und insbesondere "Call of Duty: Black Ops II", "Diablo III" und "Skylanders: Giants" konnten diese Aufgabe problemlos bewältigen.

Allerdings hat das Management seinen Blick schon in die Zukunft gerichtet - und betrachtet diese mit sorgenvoller Miene. Angesichts des bevorstehenden Generationswechsels bei den Spielekonsolen hätte man hier früher noch auf ein gutes Geschäftsjahr gehofft. Das ist allerdings aktuell nicht unbedingt der Fall.

"Wir sind etwas enttäuscht über den Start der Wii U", sagte Firmenchef Bobby Kotick. Der Hersteller Nintendo musste seine Erwartungen an die Verkaufszahlen zuletzt revidieren. Bis Ende März werden sich wohl eher 4 Millionen statt 5,5 Millionen Geräte absetzen lassen - mit entsprechenden Auswirkungen auf den Verkauf von Spiele-Software. Bei Activision Blizzard sorgt man sich daher inzwischen auch, welche Installationsbasis die voraussichtlich kommenden Nachfolger der Xbox 360 und der Playstation 3 noch erreichen können.

Denn es steht zu befürchten, dass diese hinter ihren Vorgängermodellen zurückbleiben werden. Für die Spielehersteller wäre dies allerdings nicht nur deshalb schlimm, weil sich weniger Games verkaufen lassen. Wie Kotick ausführte, ist ein Generationswechsel bei den Konsolen nämlich auch immer mit steigenden Entwicklungskosten verbunden. "Es bedarf neuer Fertigkeiten sowie weiterer Investitionen in neue Tools und Engines - also werden die Entwicklungskosten sehr wahrscheinlich steigen", erklärte er. Spiel, Blizzard, World of Warcraft, Online-Game Spiel, Blizzard, World of Warcraft, Online-Game Jeremy Keith / Flickr
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