Ex-Googlerin legt Axt an Yahoo-Microsoft-Abkommen

Yahoo betreibt auf der einen Seite eine enge Kooperation mit dem Software-Konzern Microsoft und machte andererseits die Google-Ikone Marissa Mayer zu seiner Konzernchefin - das konnte vermutlich nicht gut gehen.

Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, wird Yahoo seine Werbeplätze nicht mehr weiter hauptsächlich von Microsoft mit Anzeigen beliefern lassen. Dies war eigentlich einer der Kernbestandteile des Suchmaschinen-Paktes, in dessen Rahmen das Portal seine eigene Technologie einstampfte und die Bing-Suche aus Redmond integrierte.

Zukünftig wird die kontextabhängige Werbung auf den Yahoo-Angeboten von Google geliefert. Den Angaben zufolge handelt es sich hierbei zwar um ein nichtexklusives Abkommen, für Microsoft jedoch dürfte dieses jedoch einen herben Rückschlag bedeuten. Denn letztlich geht es bei der Reichweite der eigenen Suchtechnologien vor allem darum, auf dieser Basis mehr Werbung ausliefern zu können.


Wenn man in Redmond bisher noch Hoffnungen hatte, Google in dem online so wichtigen Bereich der Kontext-Werbung in absehbarer Zeit Paroli bieten zu können, dürfte sich dies nun zerschlagen haben. Allerdings dürften schon während der Zeit von Mayers Verpflichtung im Microsoft-Management die Alarmglocken geschrillt haben.

Denn es blieb nicht dabei, dass sie als Einzige, die ehemals dem oberen Google-Management angehörte, einen wichtigen Posten bei dem Portalbetreiber übernahm. Im Oktober des letzten Jahres holte sie mit Henrique De Castro auch den ehemaligen Chef von Googles Werbeabteilung herüber.

Angesichts dessen, dass es schon vor Mayers Übernahme des Chefpostens erste, aber vorerst erfolglose Verhandlungen mit Google über die Vermarktung eines Teils der Werbeplätze gab, dürfte klar gewesen sein, dass hier noch etwas zu erwarten ist. Hinzu kam, dass sich Mayer nicht gerade positiv über Microsofts Leistungen als Werbevermarkter geäußert hat. Nun übernehmen also Googles AdSense- und AdMob- Abteilungen diese Aufgabe für das Webportal beziehungsweise die mobilen Angebote.
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Erinnert mich an Elop bei Nokia. Die Marissa macht ihren Job bisher aber gut, muss man sagen.
 
Hat ein bisschen was von Cliquenwirtschaft.
 
@DON666: Wir sind doch alle eine Familie, und es war ein Angebot, dass man nicht ausschlägt *husthust*
 
Wie herb der Schlag gegen MS nun wirklich ist, muss sich noch zeigen. Aber ich gehe schon davon aus, dass Frau Mayer noch ein gewisses Interesse an Google hat und auch gerne bereit ist, sich mit Google gegen MS zu verbünden. Auf der anderen Seite hat Yahoo sicherlich noch Potential, aber wer nutzt denn deren Suchmaschine wirklich noch? Ich kenne jedenfalls niemanden und wenn ich z.B. in der Uni immer auf die Notebooks anderer gucken konnte, dann lief dort meist Google. Zudem waren noch relativ häufig DuckDuckGo und IXQick vertreten. Gelegentlich hat man auch mal gesehen, dass jemand mit Bing gesucht hat, aber das war eher eine Ausnahme.
 
@seaman: Was Börsenkurse und -nachrichten angeht, ist yahoo noch deutlich vor der Konkurrenz: de.finance.yahoo.com


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