Office: Microsoft erwägt Linux-Version für 2014

Das Redmonder Unternehmen soll derzeit überlegen, im nächsten Jahr eine Linux-Version seiner Büro-Software-Suite Office zu veröffentlichen. Grund ist auch, dass Microsoft derzeit an einem Android-Office arbeitet und das Google-System auf Linux basiert.

Wie die Technik-Seite 'Extreme Tech' berichtet, wirft der Office-Anbieter derzeit einen "ernsthaften Blick" darauf, im nächsten Jahr eine Linux-Portierung der bekannten Bürosoftware zu veröffentlichen. Erste Gerüchte dazu sind vergangene Woche auf der FOSDEM-Konferenz (Free and Open Source Software Developers' European Meeting) in Brüssel aufgetaucht.

Office 2013 – Meet your Modern Office
(HD-Version)

Dort hat die Linux-Seite 'Phoronix' nach eigenen Angaben mit einem der führenden Open-Source-Entwickler von Microsoft gesprochen und erfahren, dass das Unternehmen derzeit mehr als nur mit dem Gedanken einer Linux-Portierung spielt.

Bisher hat sich Redmond eine Office-Version für Linux ignoriert, nun kommt man aber offenbar nicht mehr darum herum. Denn zum einen zeige Linux, dass es eine "kommerzielle Lebensfähigkeit" habe, zum anderen wird mit Linux-Code bereits gearbeitet, da im Moment eine Office-App für Android entwickelt wird.


Der Anwendung für das Betriebssystem von Google wäre es zu "verdanken", wenn tatsächlich ein Linux-Office erscheint. Da Android ein Linux-basiertes System ist, dürfte schon ein relevanter Teil der Portierungsarbeit bereits in der Mache sein, der nächste Schritt zu einem Office für Ubuntu (oder welche Distribution Microsoft bevorzugt) wäre also ein verhältnismäßig kleiner.

Das wäre das erste Mal, dass Microsoft eine Desktop-Software für Linux veröffentlicht, einzige Ausnahme ist Skype, das IP-Telefonie-Unternehmen kam allerdings durch eine Übernahme zu Microsoft. Extreme Tech schreibt, dass Microsoft eine Linux-Abteilung hat, diese aber hauptsächlich damit beschäftigt ist, die Hyper-V-Kompatibilität zu pflegen.

Siehe auch: Office 2013 nun verfügbar, Versionen im Überblick
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Das wäre dumm, immerhin ist Office ein wichtiges Argument um sich für Windows zu entscheiden.
 
@zicane: Insbesondere zum jetzigen Zeitpunkt, wo man mit Windows 8 völlig am Desktopmarkt vorbeientwickelt hat, wäre dieser Schritt dumm. Ich begrüße ihn aber dennoch. Ich selbst nutze zwar LibreOffice (unter Windows 7), aber wenn Microsoft damit für einen höheren Marktanteil von Linux sorgen kann, finde ich das gut.
 
@zicane: Das ist schon lange kein Argument mehr. 1.) Gibt es je nach Anforderungen Alternativen. 2.) Wer unbedingt MS Office benötigt lässt es unter Wine laufen oder benutzt die Onlineversion.
 
@nowin: Für Word vielleicht aber spätestens bei Excel hört es doch auf mit den Alternativen.
 
@zicane: Für Windows selbst gibts weitaus andere Argumente sich dafür oder dagegen zu entscheiden. Ich finde den Schritt mehr als schlau. MS verbreitet damit Office und heimst sich die paar % nicht-Windows Systeme mit ein, anstatt nichts zu bekommen oder an freie quasi-kompatible Alternativen zu verlieren. WINE schön und gut, aber ohne gefrickel und dafür 100%iger Funktion Out-of-the-Box ist bestimmt einigen 80€ wert (Home & Student). Nicht zu vergessen die ganzen EDU Suites...


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