Erste Surface-Pro-Tests: Viel Licht, viel Schatten

In der Nacht auf heute ist die Sperrfrist für Tests des zweiten Microsoft-Tablets abgelaufen und so gibt es nun zahlreiche Reviews des Surface Pro. Das Gerät wird weitgehend positiv bewertet, viel Kritik gibt es aber erwartungsgemäß für die Akkulaufzeit.

Ein solides Tablet, nicht mehr, nicht weniger. Damit lässt sich in etwa der Eindruck der US-Tester zusammenfassen, die nun ihre Artikel veröffentlichen durften. Das Fazit "solide" ergibt sich allerdings nicht aus allgemein durchschnittlichen Werten, sondern ist die Summe von guten und schlechten Eigenschaften.

Bekanntlich handelt es sich beim Surface Pro um jenes Microsoft-Tablet, das mit "vollwertigem" Windows 8 ausgeliefert wird. Die CPU ist deshalb kein ARM-Modell (wie beim Surface RT), sondern Intels mit 1,7 GHz getakteter Core i5-3317u-Chip. Und dieser Prozessor hat seinen "Preis", nämlich die Akkulaufzeit.

Surface Windows 8 Pro Übersicht
(HD-Version)

Das US-Technik-Blog 'The Verge' bestätigt, dass die Batterielaufzeit "frustrierend kurz" sei. Keine vier Stunden hält das Gerät ohne Ladekabel, das bekannte Blog meint, dass dies eine Stunde weniger ist, als es für ein Ultrabook akzeptabel wäre, bei Tablets geht man sogar von einer doppelt so langen Laufzeit aus. Insgesamt urteilt The Verge, dass das Pro keine der Kompromisse des Surface RT mitbringe, es sei schnell und leistungsfähig, fühle sich aber gleichzeitig sehr "limitierend" an.

Auch 'Engadget' bemängelt vor allem eines: die Akkulaufzeit. Das ist ein Punkt, der sich aber durch alle Tests zieht, es bleibt also festzustellen, dass diese in der Tat miserabel sein dürfte. Das Design beschreibt das Blog als sehr ähnlich zum Surface RT, allerdings spürbar dicker und auch sperriger. Das liegt daran, dass die CPU eine bessere Belüftung erfordert, die Größe ergibt sich durch die benötigten Lüftungsschlitze.

BILDERSTRECKE
Microsoft Surface pro Microsoft Surface pro Microsoft Surface pro


Über das Display sagt Engadget, dass es sehr gut aussieht, ausgezeichneten Kontrast sowie hohe Blickwinkelunabhängigkeit biete. Dennoch ist die (hohe) Auflösung für das Blog problematisch: Voreingestellt werden Anwendungen nämlich auf 150 Prozent skaliert. Das erleichtere zwar die Fingerbedienung, bedeute aber gleichzeitig viel verschwendeten Platz. Setzt man den Wert auf 100 Prozent, dann wird der Platz auf dem Bildschirm zwar gut ausgenutzt, gleichzeitig wird dadurch aber die Touch-Eingabe deutlich fummeliger.

Walt Mossberg vom 'Wall Street Journal' (Video) nennt den Akku sogar "erbärmlich", bemängelt außerdem, dass das Surface Pro sowohl als Tablet als auch als Laptop ein Kompromiss sei. Ein positives Urteil zieht 'TechCrunch' und greift auch das Kompromiss-Argument auf: Allerdings wertet man hier die Sachlage etwas anders und meint, dass das Pro eben kein "seltsam aussehender Laptop zum Vollpreis" sei, sondern eben ein Hybrid-Gerät, das "überraschend gut sowohl als Laptop als auch Tablet funktioniert."


Ed Bott von 'ZDNet' beschreibt in seinem Test übrigens treffend den "idealen Käufer" für das Surface Pro: Er arbeitet in einem großen Büro, ist ständig bei Besprechungen in unterschiedlichen Räumen und hat dabei Zugang zu WLAN und Strom. In der Mittagspause oder auf Reisen kann er zudem auch zwischendurch surfen und Mails checken. Zudem schade es nicht, wenn der Pro-Käufer bereits tief mit Microsoft-Produkten verbunden ist. Allerdings erwartet der an sich sehr Microsoft-freundliche Ed Bott nicht, dass das Gerät ein Hit wird, da zu viele Leute letztlich Gründe bekommen haben, um Nein zu sagen.
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wie überraschend ... nicht. ich bin mit dem surface rt glücklich. super laufzeit und man kann damit auch sehr produktiv sein, solang es nicht in den bereich cad oder so rein geht. das ich keine normalen dateien installieren kann stört mich bisher nicht.
 
[re:1] jb2012 am 06.02.13 09:19 Uhr
(+10
@PhilAd: Das freut zu hören, aber hier gehts ums Pro....
 
hmm, vielleicht doch auf das Asus Transformer Book warten...
 
@jackattack: grad bisschen nach dem transformer book gegooglet, das ding könnte echt cool werden. ein ulv haswell wäre mir lieber aber irgendwie ist es schon cool.
 
@jackattack: Gibt es eigentlich Alternativen zum Surface Pro, die ebenfalls eine Eingabe mit Stift bieten und dazu keinen Atom-Prozessor haben? Habe bislang vergeblich gesucht...


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