Nintendo-Präsident: Rücktritt bei Misserfolg möglich

Nintendo steckt derzeit in der Krise: Die neuesten Konsolen 3DS und Wii U verkaufen sich zwar passabel bis gut, enttäuschend sind aber vor allem die Zahlen hinsichtlich Software. Nun deutete Nintendo-Chef Satoru Iwata einen möglichen Rücktritt an.

Der japanische Konsolenhersteller musste jüngst in Sachen Wii U seine Erwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigieren und rechnet nun, bis Ende März eine Million seiner neuesten Konsole verkaufen zu können. Der Start war zweifellos solide, bisher konnte man knapp mehr als drei Millionen Wii Us anbringen, allerdings scheint das Interesse nun stark nachzulassen.

Wii U – Trailer
(HD-Version)

Wie 'Wii U Daily' unter Berufung auf eine Nintendo-Pressekonferenz berichtet (die englische Abschrift ist auf der japanischen 'Nintendo-Seite' zu finden), dürfte die Nervosität beim Traditionshersteller derzeit recht groß sein. Das zeigt sich auch daran, dass der langjährige Nintendo-Präsident Satoru Iwata sogar einen künftigen Rücktritt andeutete.

Iwata setzte als Ziel für das Betriebseinkommen des laufenden Geschäftsjahres einen Betrag von 100 Milliarden Yen (etwa 809 Millionen Euro). Sollte man diese Vorgabe nicht erreichen, dann schloss Iwata auch einen möglichen Rücktritt nicht aus. Nintendo 3DSNintendos Software-Sorgenkind: die Handheld-Konsole 3DS Das wäre für Nintendo zweifellos ein schwerer Schlag: Iwata ist seit 2002 der Präsident des Videospiel-Pioniers, in seine Amtszeit fiel auch die Einführung der immens erfolgreichen Wii, die sich nach einigen Misserfolgen als Megahit herausstellte und das Unternehmen wahrscheinlich auch vor dem Untergang bewahrt hat.


Problematisch waren für Nintendo aber in letzter Zeit die Software-Verkäufe, hier versprach Iwata ein Mehr an Vielfalt für den Handheld 3DS: Nach Angaben von 'Gamona' schlug sich Big N am Heimatmarkt gut und hatte mehrere 3DS-Hits, auch Drittherstellertitel stießen in Japan auf einiges an Interesse.

In Europa sieht es dagegen deutlich schlechter aus, hier gab es lediglich drei Games, die als erfolgreich bezeichnet werden können, nämlich Mario Kart 7, Super Mario 3D Land und New Super Mario Bros. 2.

Siehe auch: Nintendo-Chef entschuldigt sich für Wii-U-Start

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Ich finde das diese revolutionären Umsetzungen Nintendo insgesamt nicht gut getan haben. Nintendo sollte klassisch konservativ bleiben. Denn wie bei keiner anderen Konsole zählt hier der Kultstatus. Ich nehme noch heute lieber meinen 20 Jahre alten Gameboy in die Hand als irgend einen DS (Und ja, der funktioniert noch). Dieses Rumgefuchtel vor die Wii und die unendlichen Versionen der DS* Reihe sind einfach abschreckend. Kaum einen DS über die Ladentheke gezogen, ist eine neue Version im Handel... da fühlt man sich nur noch verarscht.
 
@wasserhirsch: DS ist eine Geschichte, aber die Wii hat sich wie Blöde verkauft und den Konzern auch gerettet. Wii war eine kleine Revolution, aber meiner Meinung nach hat Nintendo sich viel zu sehr auf ein paar wenige Marken sowie die Casual-Schiene verlassen, sodass die so genannten Core-Gamer sich abgewendet haben.
 
@witek: Sehe ich nicht so. Auch ein "Core-Gamer" spielt, was ihm Spaß macht und längerfristig an ein Spiel fesselt. Da spielt es nicht so die Rolle, ob das Spiel nun für PS, Xbox oder Wii released ist. Es gibt genügend sehr gute Spiele für die Wii, welche den "Core-Gamer" ansprechen.
 
@ryazor: Klar, der Begriff Core-Gamer ist an sich eh Blödsinn, stimmt schon. Ich hatte aber schon das Gefühlt, dass Nintendo bloß nur noch Mario-, Zelda- und Co.-Spiele macht und sich kaum noch über ein neues Franchise drübertraut. Mir fällt zumindest spontan keins ein...
 
@witek: Hast schon Recht, wobei mir persönlich die neuen Zelda und Mario-Spiele schon sehr gefallen haben und ich bin auch seit NES Zeiten dabei :)


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