Google bietet der EU weitere Zugeständnisse an

Der Suchmaschinenkonzern Google hat der EU-Kommission im Rahmen der laufenden Untersuchung über den Missbrauch seiner dominierenden Marktposition weitere Zugeständnisse angeboten.

Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia bestätigte den Eingang entsprechender Unterlagen pünktlich zur gestern abgelaufenen Frist, berichtete die 'New York Times'. Weder er noch das Unternehmen wollten zum aktuellen Zeitpunk aber darüber sprechen, welche Punkte darin konkret angesprochen werden. Es ist aber davon auszugehen, dass Google verschiedene Änderungen am Suchmaschinengeschäft in Europa vorschlägt.

Denn insbesondere dieses ist Gegenstand der seit November andauernden Untersuchung. Die EU-Kommission geht hier beispielsweise Beschwerden von Konkurrenten nach, in denen Google vorgeworfen wird, zusätzliche Internet-Anwendungen in den Ergebnislisten seiner Suchmaschine gegenüber der Konkurrenz bevorzugt zu platzieren.


Google hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Die Sache hat allerdings einen Haken: So kann es ja durchaus sein, dass der Konzern seinen Suchindex nicht manuell manipuliert, um eigene Dienste besser zu platzieren, sondern wirklich nur die Algorithmen ihren Dienst tun lässt. Allerdings weiß man natürlich innerhalb des Unternehmens über die genaue Arbeitsweise der Routinen, während externe Anbieter nur darüber spekulieren können, nach welchen Gesichtspunkten die Suchmaschine andere Webseiten gewichtet. So lassen sich die eigenen Angebote natürlich besser so gestalten, dass sie besonders gut platziert werden.

In den Verhandlungen zwischen Google und der EU-Kommission wird es also wohl vor allem darum gehen, wie der Konzern solche Annahmen zerstreuen kann. Almunia hat Google in der Vergangenheit auch schon dafür gelobt, im Kerngeschäft ernsthaft Veränderungen anzustreben. Letztich wird das Unternehmen wohl auch alles daran setzen, den Konflikt nicht eskalieren zu lassen, denn im schlimmsten Fall könnten Strafzahlungen von bis zu zehn Prozent am Jahresumsatz drohen, der zuletzt bei rund 50 Milliarden Dollar lag.
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vorwürfe zurückweisen aber zu zugeständnissen bereit...seems legit


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