Internet-Start-ups: Nationen-Mix ist klarer Vorteil

Mitarbeiter, Büro, Indoor Bildquelle: idw-online.de
Mitarbeiter, die aus unterschiedlichen Ländern stammen, machen Start-ups kreativer und innovativer. Bürokratische Hürden schrecken allerdings viele Firmen von der Rekrutierung ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Deutschlandstiftung Integration, die von Capgemini und der SRH Hochschule Berlin durchgeführt wurde. Dabei zeigte sich, dass Start-ups aus der Internetwirtschaft das viel beschworene Problem des Fachkräftemangels aktiv angehen. Bei fast der Hälfte dieser Unternehmen haben mindestens 20 Prozent der Mitarbeiter einen Migrationshintergrund.

Die Unternehmen profitieren von fachlichen Qualifikationen, die in Deutschland nicht oder zu wenig vorhanden sind sowie von mehr Kreativität. Allerdings schreckt nahezu ein Drittel der befragten Start-ups vor dem bürokratischen Aufwand zurück, der die Beschäftigung von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund bedeutet.

"Überraschend an den Studienergebnissen ist, dass deutsche Start-ups Mitarbeiter unterschiedlicher Herkunft einstellen, um Kreativität und Unternehmenskultur zu fördern - nicht etwa aus Kostengründen oder wegen ihrer Kenntnisse ausländischer Märkte", sagte Ferry Pausch, Geschäftsführer der Deutschlandstiftung Integration.

Aus Sicht der Start-ups wird die Integration der Mitarbeiter erleichtert durch eine offene und kommunikative Unternehmenskultur sowie flache Hierarchen. Als wichtig beurteilten die Befragten aber trotzdem das Beherrschen der deutschen Sprache - trotz internationaler Geschäftsmodelle und kultureller Diversifikation innerhalb der Gründungsunternehmen.

Fast 32 Prozent der befragten Start-ups schrecken vor dem bürokratischen Aufwand zurück, der die Beschäftigung von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund, beispielsweise aus Nicht-EU Ländern, bedeutet. Sprachbarrieren sind für etwas mehr als 28 Prozent der befragten Start-ups ein Hindernis bei Neueinstellungen. Optimierungsbedarf sehen die Unternehmen insbesondere bei den deutschen Behörden. Hier wünschen sie sich künftig vor allem bessere Fremdsprachenkenntnisse und schlankere Antragsprozesse. Mitarbeiter, Büro, Indoor Mitarbeiter, Büro, Indoor idw-online.de
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