Samsung befürchtet nach Rekordzahlen Probleme

Das boomende Smartphone-Geschäft trägt nicht nur Apple, sondern auch dessen ärgsten Konkurrenten Samsung zu neuen Rekordergebnissen. Im letzten Quartal erzielte der südkoreanische Konzern einen Reingewinn von 6,6 Milliarden Dollar.

Allerdings warnt das Management des Unternehmens bereits davor, anzunehmen, diese Entwicklung werde sich in der kommenden Zeit einfach so fortsetzen. "Der furiose Wachstumsschub, der im letzten Jahr den weltweiten Smartphone-Markt auszeichnete, wird durch einen zunehmenden Preiskampf gedämpft, der mit einer Reihe von neuen Produkten eingeleitet wird", erklärte das Unternehmen in einer Stellungnahme.

Man geht sogar davon aus, dass die Wachstumsrate bei der Nachfrage in den Industriestaaten sich erst einmal abschwächen wird. Zwar geht es dafür jetzt in den Schwellenländern richtig los - dort lassen sich aber kaum die teuren High End-Modelle, sondern eher preiswerte Geräte absetzen.


Erst einmal kann man sich bei Samsung aber darüber freuen, einen Gewinn erzielt zu haben, der 76 Prozent über dem Vorjahreswert steht. Zum fünften Mal hintereinander konnte der Konzern damit einen neuen Firmen-Rekordwert vermelden. Die Grundlage dafür bildete eine Steigerung des Umsatzes um 19 Prozent auf 52,6 Milliarden Dollar. Etwa die Hälfte der Einnahmen kam dabei aus der Mobile Communications-Abteilung, von der Smartphones und andere Mobilgeräte hergestellt werden.

Die Galaxy-Serie ist dabei das Erfolgreichste, was Samsung derzeit zu bieten hat. Seit der Einführung des ersten Gerätes im Mai 2010 wurden unter diesem Namen inzwischen über 100 Millionen Smartphones abgesetzt.

Zum Wachstum trugen aber auch die LED-Fernseher des Herstellers bei. In diesem Markt kann sich Samsung weiterhin sehr gut gegen die strauchelnden Konkurrenten aus Japan durchsetzen. Was Elektronik für den Haushalt angeht, sieht man aber auch hier Probleme aufkommen. Denn die sinkende Kaufkraft in zahlreichen Ländern wird wohl dazu führen, dass die Kunden längst nicht mehr so schnell bereit sein werden, für neue Geräte Geld auszugeben.

Die Halbleiter-Sparte Samsungs entwickelte sich ungeachtet der Krise des PC-Marktes sehr gut. Hier konnten 10 Prozent Umsatzplus verbucht werden. Hier kommt dem Unternehmen zugute, dass man auch viele Komponenten produziert, die wie Flash-Speicher und ARM-Prozessoren in Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen.
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Jeder Boom ist irgendwann mal vorbei ist ja klar aber man kann sich ja neue Märkte mit neuen innovativen Produkten schaffen :)
 
@lalla: weder Samsung noch Apple können den Markt zu 110% beherrschen und das ist auch gut so. Mein Nächstes Handy wird mit Sicherheit nicht von Samsung sein. Die inneren Werte der Handys sind immer ähnlicher und die Äußeren gefallen mir bei Samsung momentan nicht. Das war beim Release meines SGS 2 noch anders.
 
Wie jetzt... der Samsung-Boom wird irgendwann versiegen? Damit kann ja wohl niemand rechnen... Ernsthaft: im Endeffekt hat sich der Apple-Hype nur zu einem Samsung-Hype gewandelt und was passiert, wenn dieser irgendwann nachlässt (aus was für Gründen auch immer) kann man gerade echt schön an Apple beobachten.. Und da muss man einfach den Blick weiter nach vorne richten und über "was kommt danach?" nachdenken. Und bitte nicht falsch verstehen, das hier ist kein Bashing irgendeiner Art... Sowohl Samsung als auch Apple bauen solide Geräte. Das Problem ist meiner Meinung nach wirklich, dass manche annehmen, die Firmen könnten jahrelang von einem einzelnen Hype leben, und wenn man dann nicht für die Zeit danach vorgeplant hat, kann es *ganz* schnell bergab gehen.. Ich hoffe ihr versteht, wie ich's meine
 
@Slurp: Nur das auch Apple gerade beste Quartalszahlen vorgelegt hat. Aber sonst ist es richtig was du sagst. Ausserdem sollte man nicht zu sehr nach Aktienwerten gehen. Die Apple Aktie steht zu hoch, stand die von Nintendo aber auch mal. Als die Wii neu war standen die bei 350€ oder so (ohne nachzugucken) als wenn nun kein andere mehr was machen könnte. Zynga ist ein ähnliches Beispiel... ein Spiel das gut läuft und der Aktienmarkt dreht komplett im roten. Und dann heisst es wieder "Millionen verbrannt" wenn es zur nüchternen Betrachtung des Unternehmens kommt... Wenn man aber ehrlich ist, dann gab es die Millionen gar nicht... Unternehmen werden nur zu schnell viel zu sehr Überschätzt, als wenn es keine Konkurenz mehr geben würde... ;-)
 
@Slurp: Ich sehe das auch so. Samsung hat die Apple Methode astrein "gemimt". Die Geräte gehen in erster Linie durch das scheinbare Prestige des Galaxy Namens weg, obwohl die Konkurrenz genau so gute, wenn nicht sogar bessere Geräte hat, die teilweise weniger kosten (und auch schneller die Updates kriegen). Es wird auch nicht ewig gut gehen, alles Galaxy zu nennen und auf diesem Effekt zu hoffen, denn dadurch verwässert sich die Marke (sieht man m.E. am Galaxy mini). Ferner bestand Samsungs business modell ja bisher darin, alles größer zu machen und mehr Kerne rein zu bauen, aber das geht nunmal auch nicht endlos so weiter, da irgendwann die physische Wirklichkeit bremst (irgendwann ist ein Telefon einfach zu groß). Dazu kommen ganz normale Sättigungseffekte, da sich nicht jeder jedes Jahr ein neues Smartphone kaufen wird. Ferner bin ich auf die Effekte des "Nexus 4" gespannt. Wenn sich die Kunden daran gewöhnen, ein high-end Gerät für einen so billigen Preis zu kriegen (dank Google Subventionen), dann verringert sich die Gewinnmarge der anderen Hersteller, welche die Preise senken müssen, um damit konkurrieren zu können.


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