'Komplett falsch': Wozniak sauer über 'jOBS'-Szene

Der erste Film über das Leben von Apple-Mitgründer Steve Jobs feiert heute auf dem Sundance-Filmfestival seine Premiere. Der Streifen mit Ashton Kutcher in der Hauptrolle wurde im Vorfeld hart kritisiert und zwar von jemanden, der es wissen sollte: Steve Wozniak.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak ist an sich ein stets freundlicher und höflicher Mann, der lieber nichts sagt, wenn er gerade keine freundlichen Worte parat hat. Auf den im Vorfeld der Premiere von jOBS veröffentlichten Film-Ausschnitt reagierte der offensichtlich schwer verärgerte "Woz" nun aber mit ungewöhnlich harten Worten.

jOBS – Erste Filmszene mit Ashton Kutcher
(HD-Version)

Die betreffende (erste gezeigte) jOBS-Filmszene zeigt ein Gespräch zwischen Steve Jobs (Ashton Kutcher) und Steve Wozniak (Josh Gad) über das kommende Betriebssystem der beiden: Jobs ist dabei Feuer und Flamme, Wozniak wird dagegen als Skeptiker dargestellt, der sogar sagt, dass "niemand einen Computer kaufen will!" Jobs antwortet: "Wie kann jemand wissen, was er will, wenn er so etwas noch nie gesehen hat?" Ashton Kutcher als Steve JobsAshton Kutcher als Steve Jobs Gegenüber dem US-Technik-Blog 'Gizmodo' sagte der echte Woz nun aber, dass es so eine Szene nie gegeben habe, die sei "nicht ansatzweise" richtig, so Wozniak. Er betont, dass seinerzeit das genaue Gegenteil der Fall gewesen sei: Während Wozniak Mitglied des "Homebrew Computer Clubs" (ein 1975 im Silicon Valley gegründeter Verein, der zahlreiche Computer-Pioniere hervorbrachte) war und früh die Bedeutung von Rechnern erkannte, war es Steve Jobs, der überzeugt werden musste. Ashton Kutcher als Steve JobsKutcher mit Wozniak-Darsteller Josh Gad Die künftige gesellschaftliche Bedeutung von Computern sei im Club damals ein vieldiskutiertes Thema gewesen, so Wozniak. Jobs hatte damit aber kaum etwas zu tun. Er stieß zwar später zum Homebrew Computer Club dazu, bewies aber eher Geschäftssinn als grundlegendes Interesse für die neue Technologie - Wozniak verweist auf die Idee seines Partners, PC-Boards für 20 Dollar zu basteln, um diese dann für das Doppelte zu verkaufen. Auf diese Weise sollte Geld zusammenkommen, um dem Club Rechner zu ermöglichen.


Auch über seine eigene Darstellung ist Woz alles andere als glücklich, Anzug und Aktentasche habe er nie getragen: "Ich habe nie so professionell ausgesehen. Wir waren damals beide noch Kids", so Wozniak, der sagt, dass er wegen des Filmes "beschämt" sei. Woz besinnt sich aber dennoch seiner Freundlichkeit und sagt am Ende, dass das schon in Ordnung sei, wenn der Film "unterhaltsam und kurzweilig" ist. Wer aber wissen will, wie es damals wirklich war, dem empfiehlt der Apple-Mitgründer sein Buch "iWoz".
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Würde mich auch ankotzen, wenn da falsche Tatsachen dargestellt werden!
 
@crimey: Naja WOZ ist in letzter Zeit gerne wohl in den Medien. Beim Buch über Steve, hat er nichts gesagt. Und das Buch beschreibt sehr genau die Szene im Film! Und gerade beim Buch wurde er auch Interviewt vom Autor der sich von überall die Infos holte. Da bliebt WOZ komischerweise ganz Lautlos. Ich denke der gute Mann brauch im Moment einfach nur Geld. Das was der Typ die letzten 1,5 Jahre abzieht ist einfach nur noch traurig.
 
@crimey: So ist das Heute aber leider bei Berichterstattungen.
 
[re:3] algo am 25.01.13 13:10 Uhr
(-11
@Razor187: Der Mann nutzt doch nur die Chance sein Buch iWoz bekannter zu machen... In der offiziellen Jobs Biographie gabs für ihn nichts zu meckern.^^
 
[re:4] sanem am 25.01.13 13:54 Uhr
(+11
@crimey: das ist doch egal. Fakt ist Steve Jobs war ein egoistischer,unsoziales A******. Er hat sein Vermögen für sich ausgegeben, mit-menschen/Kollegen erniedrigt,etc.. Zum Vergleich, Bill Gates spendet MRD. seines Vermögen für uneigennützige Wohltätige Dinge. Steve Jobs war mir schon immer unsympathisch.


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