Spielwaren werden stärker mit Elektronik aufgepeppt

Basketball, Spielzeug, Wal, Tintenfisch Bildquelle: Robert Couse-Baker / Flickr
Die zunehmende Durchdringung des Alltags mit elektronischen Geräten macht auch vor den Kinderzimmern nicht halt. Immer häufiger erhalten auch klassische Spielwaren über zusätzliche Technik mehr Pep. Das erklärte der Handelsverband Idee+Spiel in seinem traditionellen Marktüberblick vor dem Start der in Nürnberg stattfindenden Spielwarenmesse, die die größte Zusammenkunft dieser Branche weltweit ist. Verknüpft werden die aufgewerteten Spielzeuge dabei auch immer häufiger mit den Smartphones und Tablets, die inzwischen oft auch für sehr junge Nutzer zugänglich gemacht werden.

Andreas Schäfer, Chef von Idee+Spiel, nannte hier beispielhaft die bereits länger bekannte interaktive Spielfigur "Furby". In ihrer Neuauflage wurden deren Fähigkeiten deutlich ausgeweitet. Sie reagiert nun nicht mehr nur wackelnd und sprechend auf ihren Besitzer, sondern interagiert über eine Smartphone-App auch über Entfernungen, beispielsweise wenn sie Hunger bekommt. Eine verbesserte Elektronik soll ferner dafür sorgen, dass ihr Charakter sich je nachdem entwickelt, wie sie behandelt wird.

Trotzdem sehen die Spielwarenhändler aber auch weiterhin ein großes Interesse an traditionellen Produkten - wobei hier allerdings eine deutliche Konzentration auf einige bekannte Marken festzustellen sei, hieß es. Wenige Großanbieter wie Playmobil und Lego würden demnach inzwischen über die Hälfte des gesamten Marktumsatzes auf sich vereinen.

Einen deutlichen Umbruch sehen die Spieleverkäufer hingegen bei Videospielen. Diese würden längst nicht mehr die Bedeutung haben, die noch vor einiger Zeit verzeichnet wurde. Zahllose kostenlose oder preiswerte Games, die im Internet und auf den Download-Plattformen für Mobilgeräte bereitstehen, schlagen hier eine tiefe Kerbe in das einst so lukrative Geschäft.

Den Händlern selbst macht dabei inzwischen auch die zunehmende Konkurrenz durch große Online-Anbieter zu schaffen. Während der Umsatz in dem gesamten Segment nach oben geht, mussten die einzelnen Spielzeug-Läden, die in Idee+Spiel zusammengeschlossen sind, einen leichten Rückgang hinnehmen. Hierfür sind nach Angaben des Verbandes unter anderem Lieferschwierigkeiten bei Modellbahnen die Ursache. Basketball, Spielzeug, Wal, Tintenfisch Basketball, Spielzeug, Wal, Tintenfisch Robert Couse-Baker / Flickr
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