E-Paper-Zeitungen: Kleine Nische mit viel Schwung

Bei den deutschen Zeitungsverlagen gewinnt das Geschäft mit elektronischen Ausgaben deutlich an Fahrt. Gegenüber den gedruckten Exemplaren ist der Anteil allerdings noch immer auf recht niedrigem Niveau.

Nachdem die Verlage im dritten Quartal 2012 noch 227.669 verkaufte Exemplare im E-Paper-Format vermeldeten, waren es im letzten Jahresviertel immerhin schon 275.865. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutete dies einen Zuwachs um 75,36 Prozent oder 118.547 Exemplare und zum Dezember 2009 mehr als eine Verdreifachung. Auch die Zahl der Zeitungstitel, die überhaupt digitale Faksimile anbieten, stieg von 90 auf inzwischen 124. Das teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit.

Insgesamt verkauften die deutschen Zeitungsverlage im vierten Quartal allerdings - wenn man Print- und Digital-Ausgabe zusammennimmt - 22,58 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen - und das pro Erscheinungstag. Die Tageszeitungen kamen auf 17,84 Millionen Exemplare. Davon entfielen 13,07 Millionen auf die lokalen und regionalen Abonnementzeitungen, gut 3,37 Millionen auf die Kaufzeitungen und weitere 1,4 Millionen auf die nach der Einstellung der "Financial Times Deutschland" (FTD) nun noch neun überregionalen Blätter. Zum gleichen Zeitpunkt verbuchten die Wochenzeitungen 2,97 Millionen regelmäßige Verkäufe und die Sonntagzeitungen fanden wöchentlich 1,77 Millionen Käufer.


Nach wie vor bleibt das Print-Abonnement das Rückgrat der Verlage. Auf diesem Vertriebsweg wurden 15,56 Millionen Exemplare und damit zwei Drittel der Zeitungsauflage abgesetzt. Besonders wichtig war das Abogeschäft für die Lokal- und Regionalzeitungen (11,87 Millionen Exemplare), was 91 Prozent ihrer Gesamtauflage entsprach. Dahinter folgten prozentual die Wochenzeitungen (83 Prozent / 1,49 Millionen Exemplare), die überregionalen Blätter und die Sonntagszeitungen. Sie verbreiteten 62 beziehungsweise 38 Prozent ihrer Auflage über diesen Kanal.

Weniger von Bedeutung war das Abo hingegen für die Boulevardzeitungen, die hierüber nur gut sechs Prozent ihrer Exemplare an den Käufer brachten (215.000 Exemplare). Gegenüber dem vierten Quartal 2011 bedeutet dies jedoch einen Anstieg um fünf Prozent.
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Also ich lese auch lieber eine gedruckte Zeitung beim Frühstück als dass ich auf Reader, Tablet usw. gucken würde. Ganz nebenbei erklärt die News auch, warum die Verlage so sehr um ihre vermeintlichen und tatsächlichen Rechte kämpfen gegen Google und Co. Wer über Google was findet, guckt allenfalls auf die Internetseite der Zeitung / Zeitschrift kauft sich aber mit Sicherheit nicht eben mal schnell ein gerucktes Exemplar! Aber die gedruckten Exemplare sind halt das Hauptgeschäft!
 
Das ist doch logisch, wenn man bedenkt das Zeit Geld ist. Da ist Zeitunglesen mittels Smartphone oder Handy viel praktischer als mit einer unhandlichen Papierausgabe am Frühstückstisch (wäre sehr zeitraubend).
 
Also ich lese fast ausschließlich meine Bücher nur noch auf dem iPad. Zuerst kann man den Hintergrund, die Schriftart und Schriftgröße für sich selbst definieren. Zweitens leiste ich so einen kleinen Teil an Umweltschutz. Das versucht mal mit einer gedruckten Ausgabe.
 
@dunderklumpen: Umweltschutz ist mal ein ganz schlechtes Beispiel, besonders beim iPad. Bevor dein Gerät überhaupt fertig ist, wird so einiges an Energie und Giftstoffen bei der Produktion eines iPads freigesetzt. Alleine der Metall-Unibody ist ein Desaster für die Umweltbilanz.
 
@karacho: Deine Äußerung in allen Ehren, aber mein iPad wurde nur einmal produziert und wieviele Zeitungen, Bücher, etc. werden als Auflage gedruckt? Vergleiche doch mal die Produktions der iPads und die Herstellung von Papier, Druckfarbe, Lösungsmittel, Druckmaschinen, Schmierstoffe, etc. mit chemischen Grundstoffen dagegen. Glaube wohl da sieht Deine Äußerung im Vergleich ziemlich ALT aus.


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