THQ ist tot, Spielemarken wurden verscherbelt

Der Spielehersteller THQ ist Geschichte: In einer 22 Stunden dauernden Auktion wurden die Studios und bekanntesten Marken des Publishers versteigert. Auf diese Weise konnte man rund 100 Millionen Dollar zusammenbekommen.

Wie unter anderem das Gaming-Blog 'Kotaku' (via 'GameStar') berichtet, kann man THQ ab sofort als aufgelöst ansehen. Die finale Abwicklung wird zwar noch eine Weile dauern, de facto kann das Unternehmen aber schon jetzt als tot betrachtet werden.

Company of Heroes 2 – Mehrspieler-Video
(HD-Version)

Zuvor hatte es eine Versteigerung der Marken und Studios, über das Ergebnis dieser Auktion wurden die Mitarbeiter nun von THQ-CEO Brian Farrell und Jason Rubin, dem Präsidenten des 1989 gegründeten Unternehmens, informiert. Die jeweiligen Übernahmen müssen zwar erst gerichtlich durch das U.S. Bankruptcy Court bestätigt werden, allerdings dürfte es sich hierbei lediglich (mit einer Ausnahme) um eine Formalität handeln.

Den größten Brocken hat sich Sega geschnappt: Die Japaner holten sich das auf Strategie-Spiele spezialisierte Studio Relic Entertainment: Für rund 26,6 Millionen Dollar bekommt Sega damit die Rechte an den Marken "Company of Heroes" und "Warhammer 40k: Dawn of War".

Metro: Last Light – Genesis-Trailer
(HD-Version)

Auch Ubisoft hat zugegriffen und übernimmt THQ Montreal für 2,5 Millionen Dollar. Das hat sich auch aufgedrängt, da das Studio von einem ehemaligen Assassin's-Creed-Mitarbeiter gegründet worden ist. Außerdem hat sich der französische Großpublisher die Rechte am neuen South-Park-Spiel "Der Stab der Wahrheit" gesichert (3,26 Mio. Dollar). Hier gibt es allerdings ein "Aber", da die South Park Digital Studios gegen den Verkauf Einspruch eingelegt haben.


Auch deutsche Spielfirmen haben zugelangt: Koch Media übernimmt das Studio Volition ("Saints Row", "Red Faction") für 22,3 Millionen Dollar sowie die THQ-Marke Metro ("Metro: 2033", "Metro: Last Light") für 5,9 Millionen Dollar. Homefront gehört künftig Crytek, die Frankfurter zahlen 544.000 Dollar. Keinen neuen Besitzer hat lediglich das "Darksiders"-Studio Vigil Games gefunden.

Wie es für die Mitarbeiter weitergeht, ist unklar. THQ hofft, dass alle von ihren neuen Besitzern übernommen werden, fürchtet aber gleichzeitig, dass einige durch Umstrukturierungen dennoch neue Jobs suchen müssen.
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Hätte lieber gesehen, dass Darksiders verkauft wird, als das langweilige Homefront
 
@Magguz: Naja das ist ja jetzt bei crytek, vill bekommen die das besser hin.
 
@Magguz: Wenn keiner ZUgreift muesste man bei einer Auktion doch mit einem Euro der neue Besitzer sein, oder?:O
 
@-adrian-: Ich denke mal, dass da ein gewisses Mindestgebot vorausgesetzt worden ist ;)
 
@Magguz: Ich hätte es gerne gesehen, wenn Darksiders an Sega gegangen wäre.


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