Microsoft will Dells Börsenausstieg mitfinanzieren

Der Softwarekonzern Microsoft will offenbar den Börsenausstieg des US-Computerherstellers Dell mitfinanzieren. Laut einem Bericht eines amerikanischen Fernsehsenders könnte Microsoft mehrere Milliarden Dollar beisteuern.

Wie der US-Wirtschaftssender 'CNBC' unter Berufung auf Quellen berichtet, die mit den Verhandlungen um eine Beteiligung von Microsoft an der Finanzierung eines geplanten Aktienrückkaufs durch Dell vertraut sein sollen, finden derzeit Gespräche zwischen dem Softwarekonzern und dem privaten Investementunternehmen Silver Lake statt.

Microsoft könnte nach Angaben von CNBC zwischen einer und drei Milliarden US-Dollar für die Finanzierung des Vorgangs dazugeben. Das Unternehmen wäre so direkt in die Zukunft von Dell involviert und könnte sicherstellen, dass Dell auch langfristig als Hardware-Partner erhalten bleibt. Das Geschäft könnte bereits Ende der Woche beschlossene Sache sein.

Die Dell-Aktie legte aufgrund der Nachricht von einem möglichen Einstieg von Microsoft zu, so dass der Computerhersteller jetzt einen Marktwert von gut 22 Milliarden Dollar hat. Ein Deal wird bei einem Aktienkurs im Bereich von 13 bis 14 Dollar erwartet, so CNBC. Microsoft investiert regelmäßig in andere Unternehmen. Zuletzt floss so zum Beispiel Geld an Nokia, den US-Kabelnetzbetreiber Comcast und Facebook.


Die Finanzierung eines Einstiegs bei Dell durch Microsoft wäre für den Softwarekonzern kein Problem. Ende September 2012 erklärte Microsoft zuletzt, dass man über liquide Mittel in Höhe von rund 66,6 Milliarden US-Dollar verfügt. Dell-Gründer Michael Dell will durch eine Rückführung seines Unternehmens in private Hände wohl vor allem eine größere Unabhängigkeit von den Interessen von Aktionären erreichen.

So gehen Analysten davon aus, dass Dell sich so dem Druck der Börse entziehen könnte, um mehr Flexibilität zu haben, wenn es um die Fortführung seines Kerngeschäfts in Form des Vertriebs von PCs geht. Weil der PC-Markt derzeit schrumpft und Dell zunehmend Marktanteile verliert, wird sogar darüber spekuliert, dass das Unternehmen möglicherweise ganz aus dem Geschäft mit Deskop- und Notebook-Computern aussteigen will, oder zumindest den Vertrieb an Privatkunden einstellen könnte.
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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Das ist ein gutes Omen.^^ Irgendwie haben alle Unternehmen, die MS aus der Patsche geholfen hat bzw. mit Milliarden Investition eingestiegen ist, (weiß der Teufel wie) einen einzigartig steilen Aufstieg hingelegt.
 
@algo: Sollte ich da Ironie erkannt haben?
 
@OttONormalUser: Wieso? Apple ist doch das beste Beispiel :-)
 
[re:3] algo am 22.01.13 20:52 Uhr
(+1
@OttONormalUser: Ironie?... Was geschah denn nach MS' Finanzspritze für Apple? Wie siehts aktuell mit Nokia aus, seit dem sie mit MS zusammenarbeiten? Warum geht es PrimeSense so prächtig, seit dem MS dort in Kinect Technologie investiert hat? (Du muss nicht meine Kommentare aus anderen News miteinander verbinden. Pro News habe ich immer eine andere Meinung)
 
@algo: genau. So kann man seine Mittel auch streuen und setzt nicht nur auf ein Pferd. Wenn das eine etwas lahmt, rennt das andere dafür etwas schneller :)


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