Kim Dotcom will Mega gegen Angriffe durchkämpfen

Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Kimble, Mega Bildquelle: Abode of Chaos / Flickr
Der in Neuseeland ansässige deutsche Internet-Unternehmer Kim Schmitz, beziehungsweise Kim Dotcom, wie er sich selbst nennt, hat zum Start seines neuen Cloud-Dienstes Mega das Vorgehen der US-Behörden gegen ihn kritisiert. Vor einem Jahr hatte ihn das US-Justizministerium unter anderem wegen Copyright-Verstößen und Geldwäsche angeklagt und seine damalige Plattform Megaupload schließen lassen. Die US-Behörden hätten "aus politischen Motiven ein völlig legitimes Geschäftsmodell einfach aus dem Markt geschossen", sagte Schmitz gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Der Spiegel' (heutige Ausgabe). Die Anklage sei "böswillig, konstruiert und falsch und auf dieser Grundlage wurden wir unseres gesamten Vermögens beraubt", führte er aus.

Auch bei seinem neuen Dienst Mega handelt es sich um einen Online-Speicher in der Cloud. Direkt aus ihrem Browser sollen die Nutzer damit ihre Daten hochladen können, die dabei automatisch verschlüsselt werden. Dass die Behörden auch diesen Dienst vom Netz nehmen, hält Dotcom für unwahrscheinlich: "Wir haben die Angriffspunkte der Anklage genau analysiert das ist juristisch wasserfest."

Mehrheitseigentümer von Mega ist der Trust me Trust, eine Familienstiftung von Schmitz. Drei seiner wegen der "Mega-Verschwörung" Mitangeklagten halten zusammen weitere 35 Prozent, darunter alte Weggefährten von Schmitz wie die Deutschen Mathias Ortmann und Finn Batato. Das neue Angebot sei eine "Notwehr und Selbstverteidigung", so Ortmann, dessen Reisepapiere eingezogen und dessen Konten eingefroren wurden und der seither in Neuseeland festsitzt.

Gegen einen Vergleich seiner Angebote mit dem Streaming-Portal Kino.to, dessen Macher zu Haftstrafen verurteilt wurden, wehrt sich Schmitz vehement. "Die waren wirklich kriminell, sie haben selbst Inhalte hochgeladen und andere dafür bezahlt, sie haben die Filme selbst katalogisiert und eine eigene Suchseite betrieben. Nichts davon haben wir gemacht, unsere Angebote trennen Welten."

Schmitz hatte in Deutschland zu Zeiten der New Economy Schlagzeilen gemacht und wurde damals wegen Insiderhandels verurteilt. Bei sich selbst sieht der umtriebige Unternehmer allerdings keine Fehler. "Ich bin als junger Mann damals unfair behandelt worden, das hat Narben hinterlassen", sagte er. "In Deutschland sehe ich mich nicht mehr." Er werde sich anders als damals in der aktuellen Auseinandersetzung auf keinerlei Deals mit den Anklägern einlassen. "Ich bin im Recht und werde das diesmal durchkämpfen, bis zum Schluss", so Schmitz. Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Kimble, Mega Kim DOTCOM, Kim Schmitz, Kimble, Mega Abode of Chaos / Flickr
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