Graph Search macht Facebook-Daten durchsuchbar

Facebook hat mit Graph Search ein neues Werkzeug zum Durchsuchen der zahllosen Fotos, Videos, Verbindungen und anderen Informationen seiner Nutzer vorgestellt. Anders als bei der Suche im Web soll man damit genaue Antworten auf bestimmte Anfragen erhalten.

Während der Präsentation von Graph Search erklärte Facebook-Chef Mark Zuckerberg, dass die neue Funktion sich grundlegend von normalen Suchmaschinen wie Google unterscheidet. Um intuitive Antworten zu liefern, nutzt Graph Search eine Vielzahl von Filtern, um Beziehungen, Interessen, Orte und andere Dinge zu separieren.

BILDERSTRECKE
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Bei der Suche mit Graph Search spielen die Kontakte eines Nutzers und deren Verhältnis zueinander eine große Rolle. So werden zunächst Ergebnisse zu Kontakten geliefert, mit denen der User besonders häufig interagiert, bevor dann Daten von gemeinsamen Freunden und anderen zugänglichen Quellen erscheinen. Die Nutzer sollen so zuerst jene Informationen erhalten, die für sie besonders relevant oder gerade besonders populär sind.

Eine typische Suchanfrage könnte nach Angaben von Facebook ungefähr so lauten: "Freunde, die Star Wars und Harry Potter mögen". Mit dem Resultat dieser Anfrage könne der Nutzer zum Beispiel einen Filmabend planen. Außerdem soll es mit Graph Search so möglich sein, Personen zu finden, mit denen man vielleicht zuvor auf einer Party über bestimmte Themen gesprochen hat und die man über gemeinsame Freunde kennt.

Facebook - Vorstellung der Graph Search Beta

Über eine Schaltfläche zur Erweiterung der jeweiligen Suchanfrage werden zusätzliche Ergebnisse zu ähnlichen Anfragen ausgegeben. Facebook ermöglicht mit Graph Search auch das Suchen nach Informationen zu bestimmten Produkten, Firmen, Dienstleistern oder Personen, bei denen die Kontakte eines Freundes "Gefällt mir" geklickt haben.

So kann man damit zum Beispiel nach "Zahnärzten in Berlin" suchen und erhält dann eben Zahnärzte, die von Freunden "empfohlen" werden. Auf diese Weise könnte Facebook künftig Review-Portalen wie Qype oder Yelp Konkurrenz machen. Dabei lassen sich auch breiter angelegte Anfragen durchführen, um zum Beispiel ein Restaurant zu finden, das von einer bestimmten Gruppe von Menschen für gut befunden wurden, ohne dass deren Mitglieder sich untereinander kennen müssen.


Graph Search steht zunächst nur in Form einer beschränkten Betaversion für englischsprachige Facebook-Nutzer zur Verfügung. Es gibt eine Warteliste, bei der man sich für den Dienst anmelden kann. Noch sind die Funktionen zudem nur in begrenztem Umfang zugänglich. Zuckerberg selbst besteht darauf, dass nur Informationen ausgegeben werden, die für einen Nutzer bei Facebook ohnehin schon einsehbar sind. Die Privatsphäre der User bleibe dabei stets geschützt, heißt es.

Über Graph Search ist es auch möglich, Informationen aus dem Web zu finden. Diese liefert Microsofts Suchmaschine Bing immer dann, wenn eine Anfrage nicht mit Hilfe der in Facebooks Datenbanken hinterlegten Daten beantwortet werden kann.
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Mich würde es nicht wundern wenn Echelon direkt auf facebook zugreift. Denn nach dem gleichen Prinzip machen sich CIA,NSA und FBI auf die Jagd nach potentiellen und tasächlichen Gefahren / Verbrechern. Nur noch viel ausgefeilter. Die digitale Versklavung ist in vollem Gange - und keiner will es wahrhaben.
 
@LastFrontier: Wieso? Die Leute, wie du es sagst, versklaven sich doch freiwillig und geben auch freiwillig alles preis. Wo ist also das Problem? Das muss jeder mit sich selber ausmachen. Ich persönliche meide Facebook. Ich sehe für mich auch keinen Nutzen, den ich daraus ziehen kann.
 
@Seth6699: nun, historisch ist das nichts Einmaliges, dass Menschen sich freiwillig versklaven lassen oder sich einen Führer wählen, nichtsdestotrotz ist es Versklavung. Die Leute können ja machen, was sie wollen, aber sie sollen aufhören zu denken, dass FB eine Dienstleistung für sie anbietet. Denn in Wirklichkeit sind sie die Ware. So ähnlich wie das sprechende und freche Futter im Kühlschrank bei den Dinos.
 
@Bengurion: also ich würde jetzt die historische Abscheulichkeit namens WWII nicht mit Facebook gleichsetzen. So pauschal würde ich nicht auf Facebook kloppen. Man kann nur an die Nutzer appelieren, ihre wichtigen (privaten) Daten eben dort nicht zu veröffentlichen und jedem zugänglich machen.
 
@Seth6699: Viel Glück mit deinem Appell!


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