Kurz vor Weihnachten hat das Fotonetzwerk Instagram seine neuen Nutzerbestimmungen bekannt gegeben, diese lösten eine Welle der Empörung aus. Trotz einiger Missverständnisse bezüglich dieser AGB-Änderungen verlassen die Nutzer seither den Dienst in Scharen.
Ende Dezember bekam das mittlerweile zum sozialen Netzwerk Facebook gehörende Unternehmen erstmals die Rechnung präsentiert: Laut ersten Zahlen des Marktforschungsunternehmens AppData haben in der ersten Woche nach der Bekanntgabe der neuen Instagram-AGB etwa 25 Prozent der Nutzer das Netzwerk verlassen.
Die Marktforscher räumten damals allerdings ein, dass die Zahlen eine gewisse Unsicherheit aufzuweisen hätten, da sie relativ kurzfristig erhoben worden sind. Nun aber belegen neue Untersuchungen, dass die Tendenz damals auf alle Fälle gestimmt hat, nämlich dass es dramatisch nach unten geht.

Wann Instagram die AGB-Änderungen bekannt gegeben hat, ist klar zu erkennen. Seither geht es bergab.
Wie 'The Register' unter Berufung auf das Marktforschungsunternehmen 'AppStats' schreibt (via 'T3N'), hat Instagram seit der Bekanntgabe der AGB-Änderung die Hälfte aller seiner täglich aktiven User verloren. Zuvor hatte man rund 16,3 Millionen aktiver Nutzer, inzwischen (mit Stichtag 14. Januar 2013) steht man bei gerade einmal 7,4 Millionen (Daily Active Users).
Gleichzeitig stieg zwar der Anteil der monatlich aktiven Nutzer leicht, allerdings sind hier auch noch Zahlen inkludiert, die vor der umstrittenen Änderung der Nutzerbestimmungen erfasst worden sind. Der so genannte "AGB-Effekt" dürfte sich also in der monatlichen Kategorie erst in einigen Tagen bemerkbar machen.
Zwar sollte man derartige Nutzungsstatistiken stets mit Vorsicht "genießen", es ist aber zweifellos so, dass sich einige bis viele Nutzer bei Instagram abgemeldet haben. Auslöser war wie erwähnt die Bekanntgabe der neuen AGB, in der ersten Fassung war dabei ein Punkt inkludiert, der vorsah, dass Facebook bzw. Instagram die Fotos ihrer Mitglieder kommerziell weiterverwerten dürfen. Diese Passage hat man inzwischen entschärft, den Image-Schaden kann man aber offenbar nicht so schnell umkehren.

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