Ein Vertreter des koreanischen Herstellers LG Electronics hat bestritten, dass sein Unternehmen Probleme bei der Produktion des Google-Smartphones habe. Alles laufe nach Plan, so LG, wo man offenbar keine eigene Schuld in Sachen Nexus-4-Lieferschwierigkeiten sieht.
Wie das US-Technik-Blog 'The Verge' unter Berufung auf die koreanische Seite 'Chosun Ilbo' berichtet, schiebt LG die Schuld für die geringen Nexus-4-Stückzahlen von sich. Die Produktion laufe wie geplant, so der nicht namentlich genannte LG-Vertreter: "Unsere Fabrik in Pyeongtaek produziert Nexus-4-Geräte völlig störungsfrei, ein Lieferproblem gibt es nicht."
(HD-Version)
Kunden, die noch immer auf ein im Vorjahr geordertes Nexus 4 warten, werden das naturgemäß anders sehen, denn seit dem Start des Geräts Mitte November waren die Stückzahlen, die Google versenden konnte, alles andere als ausreichend.
Die Aussage "alles läuft nach Plan" kann man durchaus als Bestätigung für eine frühe Wortmeldung seitens LG ansehen. Nach dem verpatzten Marktstart des Nexus 4 hatte man mitgeteilt, dass man schlichtweg die Nachfrage nach dem aktuellsten Google-Smartphone unterschätzt habe. Der ursprüngliche "Plan" könnte also durchaus auf einer zu konservativen Kalkulation basiert haben.
Im aktuellen Statement kommt offenbar (Anm.: die automatische Übersetzung aus dem Koreanischen ist auch über den "Umweg" Englisch allerdings eher ungenau) auch das jüngste und ohnehin kaum glaubwürdige Gerücht zur Sprache, wonach LG die Produktion des Nexus 4 zu Gunsten eines eigenen neuen Geräts eingestellt haben soll. Dies dementierte der LG-Vertreter aber, was kaum jemanden überraschen dürfte.
Das kann man auch aus einer anderen Aussage schlussfolgern, der LG-Sprecher betonte nämlich, dass das Nexus 4 für sein Unternehmen eine große Bedeutung habe, da es die Marke LG aufwerte bzw. zeige, dass LG-Smartphones auf dem aufsteigenden Ast seien.
Siehe auch: Nexus 4 - LG hat 2012 nur 370.000 Stück produziert
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