Der europäische Chiphersteller ST-Ericsson hat mit dem neuen NovaThor L8580 einen vierkernigen ARM-Prozessor für Smartphones und Tablets vorgestellt, der mit bis zu 2,5 Gigahertz arbeiten kann und ein integriertes LTE-Modem besitzt.
Der ST-Ericsson NovaThor L8580 soll in mobilen Endgeräten Verwendung finden und kombiniert eine vierkernige ARM Cortex-A9 CPU, deren Kerne dank der sogenannten eQuad-Technologie unabhängig mit maximal 2,5 GHz betrieben werden können, mit einem PowerVR SGX544 Grafikteil von Imagination Technologies und einem Multimode-Modem für LTE, HSPA+ und TD-SCDMA auf einem einzigen Die.
Der Chip hat zwei digitale Signalprozessoren, einen Dual-Channel DDR2-Speichercontroller und eine integrierte Audioarchitektur sowie spezielle Stromsparmaßnahmen an Bord. Er untertützt zwei Kameras mit bis zu 5 Megapixeln für die Verwendung auf der Front von Smartphones und 20 Megapixeln auf der Rückseite. Außerdem sind WLAN, Bluetooth, GPS/GLONASS, FM-Empfänger und NFC-Unterstützung an Bord.
Der Chip erlaubt die Aufzeichnung von Videos in 1080p-Auflösung und 3D, unterstützt Display-Auflösungen bis 1920x1080 bzw. 1920x1200 Pixel und ermöglicht die Verwendung von USB-2.0- und HDMI-Anschlüssen. Es können bei Bedarf auch zwei Displays mit maximal qHD-Auflösung damit betrieben werden. Optional werden auch Standards für den mobilen TV-Empfang unterstützt.
STMicroelectronics fertigt den NovaThor L8580 mit seinem neuen FD-SOI-Prozess, er kommt also offenbar im 28-Nanometer-Maßstab daher. Der neue Quad-Core-Prozessor soll mit Produkten wie den Samsung Exynos, Qualcomm Snapdragon und Nvidia Tegra ARM-Prozessoren konkurrieren. Neben Qualcomm und dem chinesischen Hersteller MediaTek ist ST-Ericsson mit dem neuen Chip einer der wenigen Anbieter, der einen Smartphone-Prozessor mit integriertem LTE-Modem offeriert.
Die Gerätehersteller sollen den neuen L8580 schon in diesem Quartal testen können. Der Prozessor nutzt anders als die neuen Plattformen Samsung Exynos5 und Nvidia Tegra 4 mit ihren ARM Cortex-A15-Kernen noch die etwas ältere Cortex-A9-Architektur. ST-Ericsson will vor allem durch seine Energiespartechnik punkten und verspricht eine im Vergleich zur Konkurrenz um bis zu 50 Prozent höhere Energieeffizienz.


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