CES-'Trend' 2013: 3D-Fernsehen ist endgültig 'tot'

Die Consumer Electronics Show ist derzeit voll im Gange, ein "Trend" ist aber schon jetzt klar erkennbar: 3D-Fernseher scheinen schwer aus der Mode gekommen zu sein. Das meint auch das Blog 'The Verge'.

Das Technik-Blog geht sogar einen Schritt weiter und erklärt 3D-TV für tot. The Verge belegt das auch mit einigen Beweisen. So schreibt man, dass sich die Ausgabe des Jahres 2013 von allen bisherigen CES-Messen dieses Jahrzehnts unterscheide, was aber nicht an einer neuen Technologie läge, sondern sich durch Abwesenheit einer wiederspiegle. Die knappe Aussage des Blogs: 3D ist schlichtweg verschwunden. LG DM92 3D Display3D ist auf der CES 2013 (überhaupt) kein Thema mehr Dieses Jahr habe man keine 3D-Brille in die Hand gedrückt bekommen, wenn man die Pressekonferenzen von bekannten Herstellern besucht hat. Zudem hingen nun nirgends mehr meterhohe Plakate, mit Leuten, die "aus Flatscreen-Fernsehern explodieren", herum, schreibt das Blog. In den schicken Marketing-Videos komme das Thema 3D zudem praktisch nicht mehr vor, die Hersteller widmen sich in diesem Jahr lieber höheren Auflösungen (4K), gebogenen Display oder der OLED-Technologie.

Verge-Autor Vlad Savov sieht in 3D-Fernsehern auch einen besonders "seltsamen und ironischen Zwiespalt": TVs, die dreidimensionale Inhalte darstellen können, sind inzwischen allgegenwärtig geworden. Kunden kaufen 3D-Fernseher aber "unwissentlich" mit, wenn sie ein neues HDTV-Gerät benötigen. Gleichzeitig haben die Hersteller nun aber die weiße Fahne geschwenkt und versuchen gar nicht mehr, 3D überhaupt als wichtige Funktion zu verkaufen.


Als Beispiel wird unter anderem Sony-Chef Kaz Hirai angeführt, dieser habe 3D während der Pressekonferenz des japanischen Elektronikriesen kein einziges Mal erwähnt. Gleiches gilt für die meisten Sony-Konkurrenten, 3D kann deshalb (auf der CES 2013) mittlerweile in die Kategorie "unter ferner liefen" eingeordnet werden.

The Verge meint, dass eine Technologie nicht tot ist, wenn sie gehasst und verspottet wird. Auch schlechte Verkaufszahlen seien zwangsläufig kein Ausschlusskriterium. Was aber sehr wohl das Ende andeutet, ist die Gleichgültigkeit gegenüber 3D. Und davon gab es auf der diesjährigen CES genug in Sachen 3D.
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Und das ist auch gut so. Allein, dass Audi mal versucht hat 3D Display in Bordcomuptern zu integrieren, zeigt doch wohin uns der ganze Hype geführt hat.
 
[re:1] palim am 09.01.13 11:53 Uhr
(+13
@algo: nö, man muss 3d nicht gut finden, andere tun es schon. niemand wird gezwungen es zu kaufen bzw. zu nutzen. manche filme rocken in 3d ohne ende
 
@algo: da kann man nur hoffen, dass der "Trend" auch aus den Kinos verschwindet. Ich brauche die wenigen Effekte nicht und hab stattdessen lieber eine ordentliche Story und einen vernünftigen Eintrittspreis.
 
@elbosso: bei uns bezahlt man 1€ mehr ... und auch nur wenn man keine 3d Brille hat... das einzige unvernünftige ist der normale unverschämt hohe preis.
 
@xerex.exe: Bei uns zahlt man zu zweit mit Miet-Brille (muss man nach dem Film abgeben) teils 23€. Ich meide langsam die solche Filme, da ich mir für ein bischen mehr Geld gleich das ganze Kino kaufen könnte...


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