Französische Regierung stoppt ISP-Werbeblocker

Am Wochenende löste die Ankündigung eines großen französischen Internet-Providers, Online-Werbung von sich aus herauszufiltern, viele Diskussionen aus. Nun hat sich die Regierung eingemischt und diese Filtermaßnahme untersagt.

Wie die US-Tageszeitung 'New York Times' (NYT) auf ihrer Webseite berichtet, hat die französische Regierung angeordnet, dass der Provider Free Online-Werbung von sich aus nicht blockieren und herausfiltern dürfe. Als Grund wurde angegeben, dass ein Internet-Provider nicht das Recht habe, Web-Inhalte eigenmächtig zu verändern.

Die NYT schreibt, dass sich Fleur Pellerin, die für Internet-Wirtschaft zuständige Ministerin, mit dem Provider in Verbindung gesetzt habe und diesen "überzeugen" konnte, diese Pläne aufzugeben und den vollständigen Zugang zum Web wiederherzustellen.

Siehe auch: Frankreich - DSL-Provider blockt Werbung im Netz

Pellerin räumte ein, dass es nervig sein kann, wenn auf einer Seite "fünf Werbe-Pop-Ups gleichzeitig erscheinen". Die Ministerin betonte allerdings, dass man Werbung dennoch nicht anders behandeln dürfe als alle anderen Internet-Inhalte: "Eine derartige Blockade widerspricht einem freien und offenen Internet, das ich sehr befürworte", so Pellerin. Anders gesagt: Netz-Neutralität gilt für alle, auch die Werbewirtschaft.

Fleur Pellerin sagte allerdings auch, dass es für den Internet-Provider legitim sei, die Frage aufzuwerfen, wer für die ständig steigenden Kosten für Aufbau und Aufrechterhaltung von Netzwerken zahlen soll.


Dorn im Auge des französischen Internet Service Providers, der mehr als fünf Millionen Kunden hat, dürfte vor allem Google sein: Free stört sich daran, dass Google für immer mehr Web-Traffic verantwortlich ist und dank Anzeigen auch kräftig daran verdiene. Die immer weiter steigenden infrastrukturellen Kosten müssten dann aber die Provider tragen, meint Free-Chef Xavier Niel.

Wie die New York Times unter Berufung auf französische Internet-Analysten schreibt, waren von der Blockade ausschließlich Google-Anzeigen betroffen. Auf dieser Grundlage kam es zu Spekulationen, dass Free den Suchmaschinenriesen zwingen will, ein Stück vom Werbekuchen abzugeben.
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Ist im Prinzip ja schon richtig so... Und für nervige Werbung --> Adblock Plus ... und Werbung war einmal :)
 
@Escobar2006: aha denkst auch nur ein meter oder? das dahinter arbeitsplätze etc stecken etc siehst du nicht?
 
@g100t__: nö. Für ein "bitte keine Werbung" am Briefkasten meckert ja auch keiner....
 
@Escobar2006: Brauchst an der Wohnungstür aber auch, sonst hängens dir die Werbung in nem Plastiksackerl um den Türgriff. ^^
 
@g100t__: Oh bitte...lasst doch dieses "Arbeitsplätze-Argument" endlich sein. Wenn es danach geht, sollten wir alle Fließband-Fertigung abschaffen und ausschließlich mit realer Manpower arbeiten. Das bringt sicher 200% mehr Arbeitsplätze.


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