Piraterie: IMAGiNE-Chef zu 5 Jahren Haft verurteilt

Zur höchsten jemals in einem derartigen Verfahren ausgesprochenen (Haft-)Strafe ist der ehemalige Chef der inzwischen aufgelösten Release-Gruppe IMAGiNE verurteilt worden. Der 40-jährige Jeramiah Perkins muss für fünf Jahre hinter Gittern.

Wie das Technik-Magazin 'Wired' berichtet, wurde Perkins als einer von fünf IMAGiNE-Mitgliedern angeklagt, alle hatten sich im Verlauf des Verfahrens der "Verschwörung zum Begehen von Urheberrechtsverstößen" schuldig bekannt. Perkins war einer der Sysops der Gruppe.

Nach Angaben der Anklage war IMAGiNE die zwischen 2009 und 2011 führende Piraterie-Gruppe. Die Raubkopierer waren nach Aussagen der in diesem Fall federführenden Branchenvereinigung Motion Picture Association of America" (MPAA) erfolgreicher als jede andere vergleichbare Gruppierung.

Demnach war die Warez-Gruppe vor allem bei abgefilmten Kino-Filmen aktiv und ging nach Angaben der MPAA besonders professionell vor, da man neu veröffentlichte Kinostreifen innerhalb sehr kurzer Zeit illegal zur Verfügung gestellt habe. Hervorgehoben wurde zudem, dass die von IMAGiNE angebotene Qualität überdurchschnittlich hoch gewesen sei. Insbesondere die Qualität des Tons sei bei deren (zahlreichen) Releases "durchwegs gut" gewesen.


Die Mitglieder der Gruppe sollen auch außergewöhnlich professionell vorgegangen sein. So habe man meist die Aufgaben beim Abfilmen geteilt: So filmte ein Teil jeweils nur das Bild eines Hollywood-Filmes ab, während andere ausschließlich für die Abnahme des Tons zuständig waren. Beide Teile wurden dann am Rechner zusammengesetzt, um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Bereits im Vorjahr wurden drei weitere Mitglieder der Gruppe verurteilt, sie fassten Haftstrafen von 40, 30 bzw. 23 Monaten aus. Die Strafe für das fünfte angeklagte Mitglied soll im kommenden März bekannt gegeben werden.

Siehe auch: Mitgliedern der Warez-Gruppe IMAGiNE droht Haft
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Vergewaltigung oder Totschlag mit mildernden Umständen ist selbstverständlich weniger schlimm als Filme in minderwertiger Qualität zu verbreiten.(kopfschüttel)
 
[re:1] iZo am 04.01.13 12:13 Uhr
(+1
@(V) (*,,,*) (V): Hat die Art und Weise des Verstoßes (Cam, TS, TC, Screener, Retail-BD-Rip, etc.) eigentlich tatsächlich eine Auswirkung auf das Strafmaß? Würde mich mal interessieren, ob die Jungs jetzt aufgrund ihrer Organisation ein höheres Strafmaß erhalten, als Leute die vergleichsweise simple Bluray Rips anbieten.
 
@(V) (*,,,*) (V): Vollkommener Blödsinn den du da verzapfst. du vergleichst Deutsches und Amerikanisches Recht.. nenn mir mal einen Fall ( mit nachweis bitte) aus dem amerikanischen Recht wo das von dir gesagte zutrifft. (mir ist übrigens keiner bekannt) .. Und der Herr Perkins hat das ganze ziemlich proffessionel aufgezogen.. Und ja.. eine hohe Strafe ist angemessen.. 5 Jahre zu viel .. vielleicht.. aber es wird seinen Grund gehabt haben das Strafmaß zu verhängen ..
 
@(V) (*,,,*) (V): ganz ehrlich was der unterschied ist??? Bei Totschlag/Vergewaltigung geht es nicht um GELD der Großkonzerne.
 
@(V) (*,,,*) (V): Das war hier schon deutlich gewerbliches Ausmaß, der hat nicht einfach nur paar Filmchen kopiert


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