Ex-Windows-Chef Sinofsky lehrt künftig in Harvard

Der bisherige Chef der Windows-Sparte Steven Sinofsky wird nach seinem Abgang bei Microsoft einen Lehrauftrag an der renommierten amerikanischen Universität Harvard annehmen. Ab dem Frühjahr wird er den Job in Boston an der US-Ostküste antreten.

Über Twitter verkündete Sinofsky heute seine Entscheidung, an der Harvard Business School zu lehren. Er freue sich darauf, neue Perspektiven zu erkennen, neue Energie zu tanken, zu schreiben und seine Erlebnisse mit den Studenten zu teilen, sagte er. Seine Aufgabe in Harvard bestehe künftig darin, die Studenten im Bereich "Produktentwicklung" zu unterrichten.

Sinofsky hatte schon im Jahr 1998 als Gastdozent an der Harvard Business School Unterricht gegeben und hat zusammen mit einem Professor der Schule ein Buch über das Management von großen Organisationen geschrieben. Sinofsky wurde vor seinem Rauswurf bei Microsoft intern vor allem wegen seines umstrittenen Führungsstils kritisiert.

Sinofsky hatte bei Microsoft sechs Jahre lang die Entwicklung von Windows geleitet und gilt als der führende Kopf hinter Windows 8. Inzwischen hat Julie Larson-Green zusammen mit Tami Reller die Leitung der Windows-Sparte des Softwarekonzerns übernommen.
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Ob das so gut ist weiß ich nicht, immerhin war er bei Microsoft dafür bekannt sich von allen anderen Abteilungen abzuschotten und sein eigenes Ding auf "teufen komm raus" durchzudrücken. Ob das die Einstellung ist, die man an einer Business School lernen sollte wage ich mal stark zu bezweifeln.
 
@Sam Fisher: Business ist doch gelernter Egoismus: Verwirklichung kurzfristiger Interessen statt Sorgsamkeit und Nachhaltigkeit für die Zukunft. Ich sehe da kein Problem. Spaß beiseite: der Mann hat bestimmt viel wertvolle Erfahrung und ich kann mir ihn als Dozenten schon vorstellen.
 
@GlennTemp: hmmm, daran hatte ich nicht gedacht. Damit hast du wohl recht. Eigentlich traurig, aber du dürftest recht haben ... :(
 
@Sam Fisher: Mag ja stimmen, er soll aber "Produktionsentwicklung" lehren. Den Teil wo die Abteilungen mit einander Kommunizieren müssen lässt er dann wohl einfach weg^^. Interessant finde ich dass er ohne einen Dr. (oder hat er einen?) Dozent wird, was wohl heißen soll das er auch zum Professor ernannt wird ohne dabei den höchsten akademischen Grad zu haben. Das erstaunt mich ein wenig.
 
@EvilMoe: Diese "Titel" sind in den USA weit weniger bedeutend als bei uns. Manches ist sicherlich wie bei uns geschützt und an strenge Voraussetzungen gebunden (Studium usw.), vieles aber auch nicht. Ich dürfte mich nach amerikanischem Recht "Engineer" (Ingenieur) nennen, weil ich mal die MCSE-Ausbildung (Microsoft Certified Systems ENGINEER) mit Erfolg gemacht habe. Wie gesagt, diese Dinge sind dort mitunter etwas unkomplizierter als bei uns (aber deswegen nicht besser).


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Microsofts Aktienkurs in Euro

Microsofts Aktienkurs -1 Jahr
Zeitraum: 1 Jahr

Bücher über Microsoft

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.