Weihnachtsmann wechselt von Google zu Microsoft

Die inzwischen schon zur Tradition gewordene Weihnachtsmann-Ortung durch das US-Militär wird in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit Microsoft organisiert. Bisher war Google dafür zuständig. Alles begann vor inzwischen über einem halben Jahrhundert mit einem simplen Druckfehler. Ein Einzelhändler aus dem US-Bundesstaat Colorado hatte im Jahr 1955 eine Anzeige geschaltet, in der Kindern die Möglichkeit angeboten wurde, den Weihnachtsmann anzurufen. Mitarbeiter des Geschäftes sollten so einen vorweihnachtlichen Service gewährleisten und dabei auch Werbung für den Laden machen.

Allerdings kam es bei der Telefonnummer zu einem Schreibfehler - an einer Stelle stand statt einer Drei eine Acht. Die Anrufer erreichten so den Crew Commander des Continental Air Defense Command Operations Centers. Diese Einrichtung des US-Militärs war für die Überwachung des Luftraumes zuständig und wurde später in North American Aerospace Defense Command (NORAD) umbenannt.

Der damalige leitende Offizier Harry Shoup schaltete schnell, als die ersten Kinder anriefen und nach dem Weihnachtsmann fragten. Er teilte ihnen nicht mit, dass sie falsch verbunden sind, sondern richtete kurzerhand mit seinem Stab eine Weihnachtsmann-Hotline ein, über die den Kindern mitgeteilt wurde, dass die Armee mit ihren Radar-Geräten den Weg des Weihnachtsmannes um die Welt verfolgt und wo sich dieser aktuell befindet.

Die Aktion wurde fortgesetzt und erhielt später internationale Aufmerksamkeit, als Internet-Zugänge eine große Verbreitung fanden. Seitdem kann live der Weg des Weihnachtsmannes am Computer verfolgt werden. Dafür arbeitet das NORAD mit einer Reihe von Kooperationspartnern zusammen. Während bisher Google Maps die Grundlage für die Darstellung der Reise diente, wird in diesem Jahr erstmals Bing Maps von Microsoft zum Einsatz kommen.

Andere Partner wie der US-Telekommunikationskonzern Verizon sorgen aber auch dafür, dass Kinder sich auch weiterhin telefonisch nach der aktuellen Position des Weihnachtsmannes erkundigen können. Im letzten Jahr kamen immerhin noch 102.000 Anrufe beim NORAD an. Im Web verfolgten hingegen rund 20 Millionen Nutzer aus 220 Ländern die Aktion. Weihnachtsmann, NORAD Weihnachtsmann, NORAD
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