Obwohl den Deutschen nachgesagt wird, sich die Freude am Autofahren von niemandem nehmen zu lassen, ist letztlich die Aufgeschlossenheit für autonom fahrende Fahrzeuge bereits recht hoch.
So halten es immerhin bereits vier von zehn Bundesbürgern für durchaus wünschenswert, dass ihr Auto bei Bedarf die Kontrolle über Lenkung, Gas und Bremse übernimmt und komplett eigenständig fährt. Entsprechende Wagen sind bereits seit einiger Zeit in der Erprobung. Einzelne Prototypen haben in den USA bereits eine Straßenzulassung erhalten und unfallfrei Strecken absolviert, die weit über dem Durchschnitt des US-Autofahrers liegen.
Aber auch andere, weniger spektakuläre technische Funktionen werden von den deutschen Autofahrern zunehmend erwünscht. So erwartet die Mehrheit bereits, dass ein Fahrzeug künftig via Internet die günstigste Tankstelle ausfindig macht (74 Prozent) oder den nächstgelegenen freien Parkplatz ansteuert (65 Prozent). Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Erhebung der Computer Sciences Corporation.
"Eine überraschend große Zahl an Autofahrern ist heute schon bereit, die Kontrolle über Ihr Fahrzeug aus der Hand zu geben", kommentierte Berthold Puchta, General Manager Global Automotive bei CSC. "Das dokumentiert ein geradezu revolutionäres Potenzial für vernetzte IT-Lösungen in der Automotive-Branche."
Vor allem wenn es um Sicherheitsfragen wie die Vermeidung von Staus oder die rechtzeitige Warnung vor Gefahrenstellen geht, sind die Deutschen für intelligente und vernetzte IT-Lösungen aktuell bereits sehr offen. 70 Prozent der Befragten wünschen sich beispielsweise, dass eine vom Fahrzeug identifizierte Unfallsituation künftig in Echtzeit an die anderen Verkehrsteilnehmer weitergesendet wird. Auch verkehrsgesteuerte Ampelanlagen, die mit den Autos auf der Straße über das Internet verbunden sind, halten sechs von zehn Bundesbürgern für eine verlockende Zukunftsvision.
Ein echtes Stoppsignal setzen die Deutschen jedoch in punkto Datenschutz. Gerade bei Systemen, die mit einer Positions-Ortung arbeiten, fürchten drei Viertel damit verbundene Risiken.

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