Daten-Berge versprechen viele neue Anwendungen

Informatiker und andere Forscher arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die ständig steigenden Datenmengen, die weltweit in vernetzten Systemen liegen, für neue Erkenntnisse auswerten zu können.

Dies verbirgt sich hinter dem etwas trockenen Begriff "Big Data". Eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS beleuchtet nun, was sich aus den gigantischen Datenmengen herauslesen lassen könnte - und die Möglichkeiten sind vielfältig.

So könnten beispielsweise Bankencrashs und Wirtschaftskrisen früher vorhergesagt werden. Aber auch medizinische Entscheidungen könnten auf Grundlage fundierterer Informationen gefällt werden. Hinzu kommen zahlreiche Anwendungen im lokalen Rahmen, wie etwa die Steigerung der Produktivität von Unternehmen oder eine verbesserte, automatisierte Kundenberatung.

1,8 Zettabyte an Daten wurden im letzten Jahr erstmals weltweit produziert - und Prognosen zufolge verdoppelt sich das Volumen alle zwei Jahre. In Deutschland gibt es hinsichtlich deren Verwertung noch erheblichen Nachholbedarf, denn das Thema Big Data ist derzeit stark US-dominiert.


Nach bisherigen Erkenntnissen des IAIS lassen sich mit neueren Methoden etwa im Einzelhandel genauere Prognosen treffen, wann welches Produkt verkauft wird und nachbestellt werden muss. Die Energiebranche kann besser vorhersagen, wie viel Strom wann benötigt wird. Und bei einfachen Prozessen wie der Postbearbeitung können lernende Systeme durch automatisierte Abläufe für mehr Effizienz sorgen.

Wenn Systeme während der Bearbeitung einer Anfrage relevante Informationen über den Kunden mitlernen, können Dienstleistungen künftig maßgeschneiderter angeboten werden - so ein weiteres Ergebnis der Untersuchung. "So wird es bald ganz neue Serviceideen geben, zum Beispiel virtuelle Assistenten, die auf Basis historischer Mobilitätsmuster individuelles Carsharing organisieren", ist Stefan Wrobel, Institutsleiter des IAIS, überzeugt.

Schon heute verfügen viele Maschinen und Anlagen über Sensoren, die über den Wartungszustand und andere Sachlagen Auskunft geben. In Zukunft könnten die Maschinen selbst mit Big-Data-Intelligenz ausgestattet werden, um die Sensordaten direkt zu verarbeiten und damit zu lernen, sich zum Beispiel auf Lastspitzen einzustellen oder gar, sich selbst zu reparieren.
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informatiker sind keine forscher
 
@peenemund: Warum nicht?
 
@peenemund: Wieso nicht? Wenn sie in der Forschung arbeiten, sind sie Forscher.
 
@peenemund: Komisch, dass wir im MASTER der Informatik fast ausschliesslich "Forschung" bzw wissenschaftliche Arbeit betreiben. Was ist denn für dich ein Informatiker? Jemand der im Keller sitzt und Programmiert? Und was ist für dich ein Forscher? Jemand der "forschen" studiert hat? ^^
 
@Draco2007: Nein jemand der keine Ahnung hat und sich Forscher nennt. Informatiker haben Ahnung und fallen deshalb aus dem Muster ;-)


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