IDC: Windows Phone kommt doch nicht auf Platz 2

Das Marktforschungsunternehmen hat seine Prognosen für die Entwicklung von Microsoft auf dem Smartphone-Markt klar nach unten korrigiert. Mit einem zweiten Platz auf dem Weltmarkt rechnet man nun nicht mehr.

Noch vor einem halben Jahr gingen die Marktforscher davon aus, dass Microsoft mit seiner Windows Phone-Plattform bis zum Jahr 2016 Apple überholen kann. Die Prognose lief bisher darauf hinaus, dass bereits 2015 ein Marktanteil von über 20 Prozent weltweit erreicht wird. Schon in diesem Jahr sollten 5,2 Prozent erreicht werden.

Auf Grundlage aktuellerer Daten rechnet man nun allerdings nur noch mit 2,6 Prozent in diesem Jahr. Binnen der kommenden vier Jahre soll der Wert dann auf 11,4 Prozent steigen. Man geht also weiterhin davon aus, dass es Microsoft gelingen wird, sich in dem Markt zu etablieren - allerdings bei weitem nicht so erfolgreich, wie es ursprünglich aussah.


Was den Marktführer Android angeht, rechnet man bei der IDC perspektivisch eher mit sinkenden Marktanteilen. Während die Google-Plattform zuletzt auf bis zu 75 Prozent kam und im Jahresdurchschnitt wohl bei 68,3 Prozent liegen wird, sollen es 2016 dann nur noch 63,8 Prozent sein. Damit behält das System seine dominierende Rolle. Die Marktforscher gehen aber wohl davon aus, dass es insbesondere im Massenmarkt einen Teil des Kuchens an Microsoft abgeben muss.

In Sachen iOS ging die IDC vor einigen Monaten noch davon aus, dass der Marktanteil in den kommenden Jahren sinken werde und es nur noch für den dritten Platz reicht. Allerdings konnte Apple zuletzt belegen, dass man mit neuen iPhone-Modellen weiterhin starke Steigerungen der Absatzzahlen erreicht. Daher rechnen die Marktforscher inzwischen damit, dass sich die Plattform weiterhin stabil etwa auf dem aktuellen Niveau hält und bis 2016 sogar leicht von derzeit 18,8 Prozent auf 19,1 Prozent zulegen kann.

Alle anderen Plattformen werden laut den Prognosen von IDC kaum Erfolg haben. Lediglich Research in Motions Blackberry wird weiterhin ein relativ solides Nischendasein eingeräumt. Der Marktanteil soll hier von 4,7 Prozent in diesem Jahr etwas nachlassen und 2016 bei 4,1 Prozent liegen.
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So oft wie die ihre Prognosen anpassen müssen weil sie einfach nicht stimmen sollte man darauf einfach keinen Cent mehr geben. Ich frage mich wirklich wie man damit Geld verdienen kann.
 
@paris: Wer gibt denn auch was auf Meinungen von Marktforschungsunternehmen? Das sind doch die modernen Kaffeesatzleser bzw. Kristallkugelgucker. :-)
 
@paris: Das sind Hochrechnungen der Wirklichkeit und keine Aussagen über die Zukunft. Jedes, und ich meine JEDES, größere Unternehmen betreibt eigene Marktanalysen und Zukunftsprognosen um sich auf verschiedene Szenarien einstellen zu können. Es wäre wirtschaftlicher Selbstmord und hoch fahrlässig das nicht zu tun. Was hier immer wieder falsch verstanden wird ist der Unterschied zwischen einer Prophezeiung und einer Prognose. Marktforscher prophezeien nicht die Zukunft sondern errechnen aus gegenwärtigen Indikatoren mögliche Zukunftszenarien die niemals nicht den Anspruch auf 100% Wahrheit erheben (können). Beispiel: vor ein paar Monaten verzeichneten die Forscher ein gestiegenes Kaufinteresse an Windows Phone. In Bezug auf andere Markdaten, z.b. rückgehende iPhone 4S Verkäufe durch kommen sie zum Schluss, dass WinPhone mehr wachsen kann. Jetzt erheben sie im November neue Daten und kommen zu dem Schluss, das Interesse flaut ab und ändern demnach die Prognosen. Der Witz ist: sie müssen das tun, da sie eben gegenwärtige Trends als Datengrundlage nehmen. Wenn diese sich ändern, ändern sich die Prognosen, während eine Prophezeiung ungeachtet von gegenwärtigen Trends eine 100% Eintrittswahrscheinlichkeit beansprucht. Es ist also nicht verwerflich, dass sich Prognosen ändern, wenn sich Trends ändern, im Gegenteil: es ist eine (wissenschaftliche) Notwendigkeit! Das ist der Unterschied zwischen Kristallkugel und Wissenschaft.
 
@GlennTemp: Das kann man in etwa mit den Weltuntergangstheorien von gewissen Sekten vergleichen - tritt der vorhergesagte Weltuntergang nicht ein wird diese auf den nächst möglichen Termin verschoben und dies tut man dann eben so lange bis es eintritt, damit hat man bei eintreffen der Vorhersage eine 100 % Erfolgsquote!
 
@GlennTemp: Endlich mal einer der es kapiert hat! Danke für deine Ausführungen, leider werden es hier nicht viele verstehen und weiter hochqualifizierte Kommentare von sich geben!


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