Google sollte Dutzende legale Film-Angebote sperren

Mehrere große Filmstudios haben dem Suchmaschinenbetreiber Google Aufforderungen zugeschickt, Seiten aus dem Index zu nehmen, die völlig legal mit ihren Inhalten umgehen. Bereits in der Vergangenheit kam es wegen der weitgehenden Automatisierung entsprechender Mitteilungen gemäß dem US-Copyright-Gesetz Digital Millennium Copyright Act (DMCA) zur Sperrung einzelner Seiten, die nicht unrechtmäßig handelten. Das Ausmaß des aktuellen Falles ist allerdings bisher unerreicht.

Wie das Magazin 'The Next Web' berichtet, wurden im November Dutzende neuer Löschaufforderungen im Rahmen eines Dienstleisters, der illegale Angebote im Netz finden soll, verschickt. Dieser handelte demnach im Auftrag der Studios Lionsgate, 20th Century Fox, BBC Films, Summit Entertainment, Sony Pictures, und Walt Disney Pictures.

Zu den Seiten die gelöscht werden sollten, gehörten dabei mehrere völlig legale Download-Plattformen, auf denen Filme der entsprechenden Studios angeboten werden. Dazu gehörten Amazon, iTunes, Blockbuster, Verizon on demand sowie Xfinity.

Hinzu kamen allerdings auch Webseiten, die nicht einmal die Filme selbst bereitstellten, sondern lediglich über diese berichteten. Neben mehreren großen Nachrichtenmedien wie der BBC, Forbes, The Guardian und Wired, auf denen beispielsweise Rezensionen zu finden waren, betrafen die Sperr-Anfragen auch offizielle Facebook-Seiten, auf denen Werbung für die Produktionen gemacht wurde, sowie Wikipedia-Artikel.

In einigen Fällen seien auch Webseiten betroffen gewesen, bei denen gar kein Bezug zu den Filmen erkennbar war, hieß es. Offenbar wurden die Anfragen von Googles Systemen rechtzeitig vor einer automatischen Reaktion erkannt und an Mitarbeiter weitergegeben. Dadurch konnte letztlich verhindert werden, dass die Löschungen aus dem Index vorgenommen wurden.

Wie schon in früheren Fällen kann davon ausgegangen werden, dass die Anfragen nicht von übereifrigen Prüfern, sondern durch ein falsch konfiguriertes automatisches System verschickt wurden, das im Netz nach unrechtmäßigen Angeboten suchte. Den Filmstudios und ihren Dienstleistern wäre dabei allerdings vorzuwerfen, dass sie nicht ausreichend prüfen, welche Sperrverfügungen in ihrem Namen verschickt werden. Film, Kino, Filmrolle Film, Kino, Filmrolle
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